SBB plant riesige Smartphone-Beschaffung

Der Bahnbetrieb sucht Lieferanten für mehr als 120'000 Smartphones und Tablets.
 
Für die Anschaffung einer ungewöhnlich grossen Menge mobiler Endgeräte kündigen die SBB auf Simap eine Ausschreibung Mitte Januar an. Dieses Vorgehen erlaubt, wie die SBB unter Berufung auf die "Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen" schreibt, die Angebotsfrist in der geplanten Ausschreibung auf 24 Tage (statt mindestens 40 Tage) zu reduzieren. Der Vorteil für interessierte Händler dürfte darin liegen, dass sie sich anhand des Mengengerüstes jetzt schon, also über 40 Tage vor der Ausschreibung, auf den Auftrag vorbereiten können.
 
Es geht darum, heisst es weiter in der Ankündigung, einen geeigneten Händler zu finden, "der die SBB während der geplanten Vertragsdauer von fünf Jahren in dem volatilen Markt der Mobiltelefone und Tablets adäquat mit einer grossen Produkte- und Markenpalette beliefern kann".
 
Konkret sollen Geräte für drei Projekte mit vier unterschiedlichen Anforderungsprofilen gekauft werden. Im Projekt MDS-Geräte werden insgesamt 90'000 Mobiltelefone und Tablets für Business-Anwendungen für SBB-Mitarbeiter beschafft. Bis 2024 sind jährlich rund 13'000 Mobiltelefone und 5000 Tablets zu liefern.
 
Im GSM-R genannten Projekt sollen insgesamt rund 21'500 Mobiltelefone beschafft werden, die Kundenbegleiter und Lokführern der SBB und anderen Bahnen als Kommunikationsmittel nutzen. Hier schwanken die jährlichen Mengen zwischen 1500 und 9000 Geräten.
 
Das dritte, ELAZ genannte Projekt umfasst insgesamt etwa 11'000 Mobiltelefone, die im Zug unter anderem für die Fahrausweiskontrolle und -verkäufe oder Fahrplanauskünfte genutzt werden sollen. Auch diese "Geräte werden für die SBB und andere Bahnen beschafft", heisst es in der Ankündigung. Ihr Rollout werde in zwei nicht näher definierten Phasen erfolgen. (vri)