Bedag baut neue IT-Plattform für Innosuisse

Für insgesamt über 12 Millionen Franken will Innosuisse, die Innovations-Agentur des Bundes, ab nächstem Jahr bis 2022 eine neu IT-Plattform bauen lassen und so seine IT auf den neusten Stand bringen. Dafür und für den Betrieb bis 2028 sind nun die Zuschläge erfolgt.
 
Der Hauptauftrag geht für knapp 5,8 Millionen Franken an Berns Kantons-eigenen IT-Dienstleister Bedag. Dort hat man den Plattformbau übernommen. Laut dem Zuschlag für das zentrale zweite Los konnte sich Bedag gegen zwei Konkurrenten durchsetzen und wird nun mit "DevOps-Leistungen den Aufbau der neuen Innosuisse IT-Plattform unterstützen, betreiben und weiterentwickeln".
 
Das insgesamt sieben Lose umfassende Pflichtenheft nennt neben begleitenden Arbeiten im Bereich Security, Qualitätssicherung und Koordination die Migration der heutigen Fachapplikation "Analytics" auf eine neue Technologiebasis als wesentlichen Bestandteil des Vorhabens.
 
Denn derzeit bilden noch zwei Applikationen die Kernprozesse von Innosuisse. Zum einen werden auf SAP-Basis Finanzen und HR abgewickelt. Andererseits besteht mit "Analytics" eine Individualentwicklung zur Abwicklung des Fördergeschäfts.
Da beide aktuell noch in einem gemeinsamen SAP-Stack integriert sind, existieren "komplexe Abhängigkeiten bei der Release-Planung sowie bei der Integration von neuen Features", heisst es im Pflichtenheft. Um dies zu ändern kommt nun Bedag zum Zuge.
 
So soll das "Analytics" vom bestehenden SAP-ERP entkoppelt werden. Ausserdem soll "Analytics" nach dem Ende des Lebenszyklus von SAP R/3 schrittweise als eigenständige Fachapplikation auf eine zukunftsorientierte Technologie migriert werden.
 
Summarisch hier noch kurz die andere Lose des Vorhabens: Für knapp 2,2 Millionen Franken hat sich Isolutions in Los eins den Basisbetrieb und Azure-Support gesichert; genauso für gut eine Millionen Franken die Entwicklung, Konfiguration und Betrieb von Dynamics CRM und SharePoint respektive Teams in Los drei. Obendrein ging an das Berner Unternehmen für etwas mehr als einen Millionen Franken auch die Entwicklung, Konfiguration und den Betrieb einer Reporting-Plattform in Los vier.
 
Fürs UX respektive die UI-Entwicklung in Los fünf kam für gut 650'000 Franken Unic aus Bern zum Zug, während sich das Security-Audit in Los sechs für rund 215'000 Franken Oneconsult aus Thalwil gesichert hat. Los sieben für die Organisation, die Qualitätssicherung und Koordination ging schliesslich für gut 1,4 Millionen Franken an WIB Solutions in Olten. (vri)