Antonio Neri: HPE hatte sein bisher bestes Channel-Jahr

Antonio Neri ist seit Anfang 2018 CEO von HPE.
Die Aktien von HPE sind um vier Prozent gesunken, nachdem der Konzern eine geringere Nachfrage nach seinen Server- und Storage-Produkten gemeldet hatte. Der Kursrückgang erfolgte obwohl das Unternehmen für das vierte Geschäftsquartal 2019 einen Nettogewinn von 480 Millionen US-Dollar ausweisen kann, nach einem Verlust von 757 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel im vierten Quartal mit 7,2 Milliarden Dollar neun Prozent tiefer aus als im Vorjahreszeitraum.
 
Gegenüber 'CRN' spricht CEO Antonio Neri dennoch von einem guten Ergebnis. Der Service "Edge-to-the-Cloud" entwickle sich ausgezeichnet und das Unternehmen verzeichne "das bislang beste Jahr" im Channel. Der Greenlake-Absatz steige und die Profitabilität im Partnergeschäft sei gut, so Neri zum US-Magazin. "Wir haben bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Wir haben unsere Beziehung mit den Partnern gefestigt. Der Channel versteht, dass wir ein Channel-geführtes Unternehmen sind und bleiben werden."
 
"Auch Channel profitiert von Greenlake"
Die Umstellung von HPE auf das Greenlake Pay-per-Use-Modell habe im vierten Quartal weiter an Fahrt aufgenommen, so Neri. Die Aufträge über den Channel seien im Jahresvergleich um über 300 Prozent gewachsen. Die Bruttomarge habe sich verglichen mit dem Vorjahr um drei Punkte verbessert. Und auch die Partner würden mit dem Greenlake-Modell mehr verdienen, wie der CEO schon früher betonte.
 
HPE bietet einen grossen Teil seiner Rechenzentrums-Hardware seit Ende 2017 im Greenlake Modell an. Seit dem wurde das Angebot laufend erweitert, etwa um Software oder Lösungen für KMU. Bis 2022 will HPE alle seine Produkte im Greenlake-Modell verkaufen. Die erwartete Wachstumsrate betrage 30 bis 40 Prozent pro Jahr. (kjo)