HPE-SSDs: Nur Patch verhindert Selbstzerstörung

Einige SAS-SSD-Modelle von HPE haben ein ungewöhnliches Problem: In ihre Firmware wurde ein fixes Abschaltdatum eingebaut. Wenn es erreicht ist, verweigern sie komplett ihren Dienst. Und zwar nach genau 32768 Stunden beziehungsweise 3 Jahren, 270 Tagen und 8 Stunden Laufzeit, wie HPE mitteilt. Um das Problem zu beheben, empfiehlt HPE betroffenen Kunden dringend, seine letzte Woche veröffentlichten Firmwareupgrade einzuspielen.
 
Im von HPE dazu veröffentlichten Customer Bulletin findet man auch eine Liste der betroffenen Modelle, die unter anderem in ProLiant-, Synergy, Apollo und StoreVirtual-Geräten eingebaut wurden.
 
Der Update wird auch in einem Firmware-Fix enthalten sein, der für gewisse SSDs in der Woche des 9. Dezember teminiert ist. HPE versichert, dass bei diesen SSDs keinerlei Gefahr besteht, dass sie sich noch vor diesem Datum selbst abschalten.
 
Wenn sie sich einmal abgeschaltet haben, sind laut HPE weder die SSDs selbst noch die darauf gespeicherten Daten wiederherstellbar. Auch wenn man sie in einem RAID-Array betreibt, sollten sich Anwender nicht in Sicherheit wiegen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass alle SSDs im Array aus der gleichen Baureihe stammen, gleich lang in Betrieb waren und damit auch beinahe gleichzeitig ihren Geist aufgeben werden.
 
HPE sagt, man sei durch einen SSD-Lieferanten auf dieses Problem aufmerksam gemacht worden. Dies deutet darauf hin, dass auch der erstaunliche "Selbstzerstörungsmechanismus" bei diesem Lieferanten in die Firmware eingebaut wurde. (hjm)