Will Dell RSA Security verkaufen?

Dell prüft, ob man RSA Security, verkaufen soll. Dies meldet 'Bloomberg' mit Verweis auf nicht namentlich genannte Personen, die mit der Prüfung vertraut seien.
 
Der Konzern hoffe, mindestens eine Milliarde Dollar für die Security-Tochter zu erhalten. Die Diskussionen seien noch in einem frühen Stadium, so dass nicht klar sei, ob es zu einem Verkauf kommen werde.

Ein Vertreter von Dell weigerte sich auf Anfrage von 'Bloomberg' einen Kommentar abzugeben.
 
Dell übernahm RSA Security 2016 im Rahmen der Übernahme von EMC. Diese wiederum hatten den Verschlüsselungs-Spezialisten 2006 für 2,1 Milliarden Dollar übernommen. Der Preis wurde damals als sehr hoch eingeschätzt. In der Folge machte die Firma wenig Schlagzeilen. Allerdings auch nicht nur positive. So hiess es 2011, dass die Authentifizierungslösung SecurID gehackt worden sei, und 2014 meldete 'Reuters' mit Verweis auf Snowden-Dokumente, RSA habe während Jahren eine Backdoor für die NSA in ihren Produkten mitgeliefert.
 
2017 dann hiess es anlässlich der Fusion, dass RSA Security im Kontext von Software-Defined Rechenzentren leiden könnte.
 
In letzter Zeit befand man sich in harter Konkurrenz mit unterschiedlichsten Anbietern von Threat Detection oder im IAM-Bereich. Aktuell sollen 30'000 Kunden RSA-Security-Produkte nutzen.
 
Dell Technologies selbst soll Pivotal an VMware verkaufen wollen. Letzten Februar hatte 'Reuters' zudem gemeldet, Dell prüfe den Verkauf von SecureWorks, um mit einem erhofften Erlös von zwei Milliarden Dollar Schulden abzubauen. (mag)