Recycling-Welt­meister Schweiz will mehr Innovationen

Das vom Swico initiierte freiwillige Elektroschrott-Recycling der Schweiz ist zwar erfolgreich. Doch trotz der inzwischen erreichten Rücklaufquote von 95 Prozent glaubt man beim Branchenverband, dass hier noch Innovationspotential schlummere.
 
Man wolle sich nicht auf dem Erreichten ausruhen, begründet Judith Bellaiche, die Geschäftsführerin von Swico, den nun gestarteten Umwelt-Innovationsfond. Angesichts des gut funktionierenden Systems bringe zusätzliche Regulierung keinen Vorteil, weshalb man gezielt auf die Realisierung neuer Ideen setze, wie sie anfügt.
 
Man wolle über mehr Eigenverantwortung und Innovation den Bereich Elektroschrott-Recycling vorantreiben. Konkret setze man dafür zweimal im Jahr maximal 300'000 Franken aus den Beiträgen der vorgezogenen Recyclinggebühr der Hersteller, Importeure und Händler von Elektrogeräten ein. Gefördert werden damit Projekte, "die das Recycling von Digitalgeräten effizienter, umweltschonender und ertragreicher machen".
 
Beteiligen können sich alle Mitglieder von Swico Recycling. Wobei sie allerdings auch Kooperationen mit Startups oder Forschungsstätten von ausserhalb dieses Ökosystems eingehen können, wie Bellaiche in einem Video-Clip erklärt. Im Fokus stehe der Anspruch, die Schweiz solle auch im Bereich des Elektrorecyclings nicht an Innovationskraft verlieren.
 
Projekte können online jeweils bis zum 15. Februar und 15. August eines Jahres eingereicht werden. Eine Jury die aktuell aus drei Swico-Recycling-Spezialisten besteht, entscheidet dann innerhalb von rund sechs Wochen über die Vergabe der Förderbeiträge, so die Swico-Chefin weiter. (vri)