200-Millionen-Auftrag des VBS geht an Swisscom

Der Blaue Riese soll bei der RZ-Konsolidierung des Bundes unter anderem Verfügbarkeit und Sicherheit garantieren.
 
Zwei Angebote im Wert von rund 220 und 260 Millionen Franken sind bei der Führungsunterstützungsbasis (FUB) des VBS für das Projekt "RZ VBS/BUND 2020 IKT A&I" eingegangen. Laut dem heute publizierten Zuschlag ging der Auftrag für das "wirtschaftlich günstigste Angebot" an Swisscom. Es handelt sich um einen Teil des RZ-Gesamtprojektes des VBS, in dessen Rahmen die Konsolidierung der Rechenzentren des Bundes auf drei Standorte vorangetrieben wird.
 
Adressiert wird mit diesem Auftrag die IKT-Architektur und die Infrastruktur, die in den drei militärischen Rechenzentren (RZ-Verbund) bereitgestellt und künftig von der FUB betrieben werde, wie der Ausschreibung zu entnehmen ist. Konkret sollen mit einer standardisierten Infrastruktur die Voraussetzungen geschaffen werden, um die bestehende RZ- und IT-Infrastrukturen in einen "bereinigten und möglichst homogenen, effizienten und effektiven Betriebszustand überführen zu können", heisst es dort weiter.

Sechs Ziele sollen in diesem Grossauftrag bis Ende 2025 umgesetzt werden. So soll die "Bereitstellung der IKT-Plattform im neuen RZ-Verbund" aus drei Landesknoten bestehen. Zudem wird von Swisscom die Standardisierung, Modularisierung und Erhöhung von Verfügbarkeit und Sicherheit der IKT-Leistungserbringung erwartet. Hinzu kommen die Optimierung und Überwachung des Betriebs. Die Infrastruktur müsse standardisierte und automatisierte Prozesse nutzen und auf standardisierten Komponenten basieren, heisst es weiter.
 
Des Weiteren sollen in dem Projekt Voraussetzungen für das Folgeprojekt namens "Migration Systemlandschaft V" geschaffen werden. Das Projekt beinhaltet daneben die Migration von sechs technischen Referenzsystemen und einem Kern-Referenzsystem. Dies soll die Funktionstüchtigkeit und Lauffähigkeit der zu beschaffenden IKT-Plattform sicherstellen, heisst es weiter.
 
Schliesslich wird als sechstes Ziel des Projektes noch die "Migration von vier weiteren Kern-Referenzsystemen bis spätestens Ende 2023" angegeben. (vri)