HP an Xerox: Wenn, dann kaufen wir euch

33 Milliarden Dollar sind viel zu wenig, sagt der HP-Verwaltungsrat.
 
Der Verwaltungsrat von HP hat das von Xerox am 5. November gemachte Übernahmeangebot einstimmig abgelehnt. Dies schreibt der HP-CEO Enrique Lores in einem Brief an den Xerox-VR. Der angebotene Preis von rund 33 Milliarden Dollar sei deutlich zu tief und deshalb nicht im Interesse der Aktieninhaber.
 
Des weiteren habe man auch die sehr vage Natur des Angebots in Betracht gezogen sowie die hohe Schuldenlast, die das kombinierte Unternehmen tragen müsste. Xerox, als das an der Börse knapp viermal tiefer bewertete Unternehmen, hätte sich für die Übernahme sehr stark verschulden müssen.
 
Ausserdem, so Lores weiter, sei man sehr zuversichtlich, dass die aktuell eingeschlagene Strategie es HP ermöglichen werde, sich auch alleine sehr gut zu schlagen.
 
Trotzdem schliesst der HP-Verwaltungsrat ein Zusammengehen mit Xerox nicht komplett aus. Er fordert Xerox auf, finanzielle Daten für eine Due Diligence an HP zu liefern, so dass man allenfalls ein eigenes Übernahmeangebot machen könnte.
 
Dies dürfte der HP-Verwaltungsrat auch unter dem Eindruck der Reaktion einiger Aktionäre zu einem Zusammenschluss der beiden Unternehmen beschlossen haben. Der aktivistische Aktionär Carl Icahn beispielsweise hat sich sehr positiv dazu geäussert. (hjm)