Bechtle kauft schon wieder in der Westschweiz zu

Um die Aktivitäten rund um Cloud- und Mobility-Lösungen sowie Managed-Services auszubauen, hat der deutsche IT-Dienstleistungsriese das IT-Systemhaus Codalis übernommen. Damit geht die diesjährige Einkaufstour von Bechtle in der Romandie weiter.

Laut einer Mitteilung beschäftigt das 2001 von Cédric Juillerat gegründete und bis heute von ihm geführte Unternehmen aus Plan-les-Ouates 40 Mitarbeitende. Im letzten Geschäftsjahr sei ein Umsatz von rund zehn Millionen Franken erzielt worden. Zum Verkaufspreis wurden keine Angaben gemacht.
 
Codalis adressiere mittelständische und grosse Unternehmen in der Westschweiz und biete neben IT-Beratung diverse IT-Infrastruktur-Lösungen an. Wie bei solchen Deals üblich bleibt Juillerat im Unternehmen. Er amte weiter als Geschäftsführer, schreibt Bechtle.
 
Bechtle verspricht sich von der Übernahme, seine Position in der Region für Managed-Services, Cloud- und Mobility-Lösungen verstärken zu können. Konkret hervorgehoben werden die Erfahrungen des neuen Tochterunternehmens in der Finanz- und Immobilienbranche sowie in Projekten für internationale Organisationen.

Wie bedeutsam der Markt in der Romandie für Bechtle ist, lässt sich daran ablesen, dass die Akquisition von Codalis kurz nach dem Zukauf der nur wenig grösseren Abissa erfolgt. Ausserdem wurde in diesem Jahr auch der Standort in Morges ausgebaut, wo inzwischen fünf Bechtle-Töchter vereint sind.
 
Den Übernahmen von Abissa und Codalis sind in diesem Jahr bereits die Zukäufe des Collaboration- und IAM-Spezialisten Algacom aus Basel und des ERP- und CRM-Unternehmens Alpha Solutions aus St. Gallen vorausgegangen. (vri)