Megatrend Managed Service im Security-Business hält an

Kaspersky feilt am Partnerprogramm für Managed Service Provider (MSP). Dies sagte Walter Jäger, der für das Österreich- und Schweiz-Business des russischen Security-Anbieters verantwortlich ist, bei einem kurzen Besuch in der Redaktion gestern. Konkret wurden die Umsatzschwellen für Gold-Partner (100'000) und Silber-Partner (20'000) angepasst. Neu kann man Services monatlich abrechnen und Partner können sich auf Angebotssegmente spezialisieren.
 
Der Trend zum Auslagern von Security-Dienstleistungen an MSPs ist ungebrochen. So lagern heute in Europa ein Drittel der Firmen mit weniger als 500 Mitarbeitern IT-Security an Dienstleister aus. Und weitere 21 Prozent (!) wollen dies in den nächsten 12 Monaten tun, so eine Studie des Herstellers. Das Wachstum der Nachfrage nach Security-Dienstleistungen sollte sich also noch beschleunigen.
 
Haupttreiber der Nachfrage nach Managed-Security-Dienstleistungen ist der Mangel an Fachleuten. Dieser treibt allerdings auch die Konsolidierung unter Security-Dienstleistern an. Als solcher tritt etwa Marco Marchesis Cymbiq-Gruppe (Ispin) auf.
 
Als Heilmittel empfiehlt (nicht nur Kaspersky), das Geschäft mit Managed Services auszubauen. "Als MSP hat man die Chance, die Services in ein einziges Produkt verpackt in den Markt zu bringen," sagt etwa Jäger. Der russische Hersteller liess seine Partner vom Marktforscher Canalys zu ihrer Zufriedenheit mit seinen Tools und dem Portal befragen und ist stolz darauf, dass die Resultate gut ausgefallen sind.
 
"Distis sind noch nicht so weit"
Auffallend ist weiterhin, wie unterschiedlich Distis und ein Hersteller wie Kaspersky den Wert der heute verfügbaren Cloud-Marktplätze der Distributoren einschätzen. Während Distributoren kommunizieren, ein Reseller könne mit einem Cloud-Markt "alle" Services managen, sieht dies Alps-Chef Jäger ganz anders. "Die Distributoren sind noch nicht so weit. Der Bedarf ist da, es fehlt aber noch an Marktreife der Marktplätze," glaubt Jäger. (hc)