Xerox erwägt offenbar HP zu kaufen

Der amerikanische Hersteller Xerox ist offenbar an einer Übernahme von HP Inc. interessiert. Xerox erwäge ein Angebot in Aktien und Cash zu machen. Dieses liege über dem Marktwert von 27 Milliarden Dollar, wie das 'Wall Street Journal' mit Berufung auf mit der Angelegenheit betraute Personen berichtet. Die beiden Firmen haben sich nicht zum Bericht geäussert.
 
Xerox habe eine informelle Zusage einer Grossbank zur Finanzierung erhalten. Aber, so wird betont, es gebe keine Garantie, dass Xerox ein Angebot mache, geschweige denn, dass HP es annehmen werde. Gegen den Deal spreche die Grösse der beiden Firmen: HP ist rund dreimal so gross wie Xerox.
 
Allerdings habe sich Xerox eben erst mit Fujifilm Holdings geeinigt, die Anteile am Joint Venture Fuji Xerox zu verkaufen. Der Deal bringe Xerox 2,3 Milliarden Dollar, berichtet das 'Wall Street Journal'. Gleichzeitig habe Fujifilm eine Klage gegen Xerox zurückgezogen.
 
Neuer Chef, neues Business-Modell bei HP
Bei HP hat eben erst Enrique Lores als CEO das Ruder übernommen. Lores startete seine HP-Karriere vor 30 Jahren und war zuletzt Leiter des Printing-Bereichs. Bei diesem kommt es zu grossen Änderungen, wie das Unternehmen kürzlich ankündigte. Ein neues Vertriebsmodell soll dem Druckergeschäft zu neuem Schwung verhelfen. Künftig sollen Drucker in zwei Preiskategorien vertrieben werden: Einerseits wird es billige Geräte geben, die dann aber an HP-Supplies gebunden sind. Geräte, in denen man auch Supplies von Drittanbietern verwenden kann, werden teurer.
 
Anfang Oktober gab Lores eine Reorganisation bei HP bekannt. In Zuge dessen werden zwischen 7000 und 9000 Stellen gestrichen, was bis zu 16 Prozent der Angestellten entspricht. Per Ende des Geschäftsjahres 2022 erhofft sich HP damit Einsparungen von einer Milliarde Dollar. (kjo)