HPE Schweiz: Giorgi geht, Mebold und Bourgnon rotieren

Carlo Giorgi
Was ist los bei HPE Schweiz? Der Managing Director geht, zwei weitere Top-Kader rotieren. Wir haben bei Carlo Giorgi nachgefragt.
 
Noch letzte Woche liess HPE nach mehrmaliger Anfrage zum kolportierten Abgang von HPE-Schweiz-Chef Carlo Giorgi ausrichten: "HPE kommentiert grundsätzlich keine Gerüchte". In denselben Tagen wurde Carlo Giorgi auch an einem Storage-Event auf der Bühne gesichtet.

Nun ist es offiziell: Giorgi verlässt HPE nach rund 20 Jahren, teilt das Unternehmen mit. Giorgi war die letzten beiden Jahre als Managing Director, HPE Switzerland, tätig. Dies nachdem er mehrere Jahre im Range eines VP auf EMEA-Ebene gearbeitet hatte.
 
Giorgi werde "seine Karriere in einem anderen Unternehmen fortführen", heisst es in der Mitteilung. Sein Abgang bedeutet für HPE Schweiz offensichtlich einen schweren Verlust, denn die Mitteilung lobt Giorgi in den höchsten Tönen: "Unter seiner Führung erreichte HPE Schweiz in den letzten zwei Jahren hervorragende Resultate und konnte viele erfolgreiche Projekte bei namhaften Schweizer und internationalen Unternehmen entwickeln und abschliessen." Ganz abgesehen davon habe er einen "charismatischen und motivierenden Führungsstil".
 
Warum also geht Giorgi? Auf Anfrage von inside-channels.ch erklärt er: "Es ist nach 20 Jahren bei HPE Zeit für ein neues Abenteuer. Ich habe bei HPE alle Rollen gehabt."
 
Gerüchte allerdings besagen, Giorgi habe zumindest auf DACH-Ebene aufsteigen wollen, was ihm aber verwehrt geblieben sei. Dies obwohl ihm ein ausgezeichneter Draht zu Antonio Neri, President und CEO von HPE, nachgesagt wird. "Das stimmt nicht", dementiert Giorgi sofort. "Diese Rolle hätte mich nicht interessiert. Es ist wirklich so, dass ich nach all den Jahren eine neue Herausforderung suche."
 
Offenbar geht alles auch schnell, denn interimistisch übernimmt Jens Brandes die Führung. Brandes ist laut Linkedin in unterschiedlichen Funktionen seit Mai 2013 bei HPE Schweiz, aktuell in der Funktion eines "Sales Director Global, Enterprise and SMB Accounts". Er gilt als informelle Nummer zwei hinter Giorgi und hat eine bewegte Karriere hinter sich: Ende 2009 hatte Brandes die damalige Firma HP schon einmal verlassen, um zu RedIT zu wechseln. Dort allerdings war er schon nach drei Monaten wieder weg, so sein Profil. Anschliessend wechselte Brandes für 16 Monate als Country Manager zu Microstrategy, gefolgt von nur 15 Monaten als Director Mid Market & Channel bei EMC.
 
2013 dann das Comeback als Leiter des Storage-Geschäfts bei HPE Schweiz. Und jetzt ist er also, zumindest interimistisch, der neue Managing Director, von HPE Switzerland.
 
Und warum die Personalrochade im Top-Kader?
Bei HPE Schweiz gibt es gleichzeitig eine Personal-Rochade auf höchster Ebene vermelden: Adrian Mebold wechselt die Funktion und ist neuer Country Manager Hybrid IT Sales & Presales. Er übernimmt also die Funktion von Serge Bourgnon, der wiederum der neue Country Manager Channel, Service Providers + Alliances ist, also Mebolds Nachfolger.
 
Gibt es hier einen Zusammenhang oder eine Reorganisation? "Nein, das war schon seit Monaten geplant. Wir fangen ein neues Fiskaljahr per ersten November an, und dann wechseln Rollen, dies ist im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung von Mebold und Bourgnon zu sehen. Das war schon früher so."
 
Seine eigene Zukunft kennt Giorgi noch nicht. Er sei bis Ende 2019 bei HPE und er suche "wirklich etwas Neues. Dies kann in einer ganz anderen Branche sein." (mag)