Die Schweiz hat einen weiteren Smart-City-Verband erhalten

Ein neuer Wirtschaftsverband hat sich formiert, die "SmartCity Alliance". Der Verband will laut eigenem Bekunden die Stimme jener Unternehmen und Verbände sein, "die mit ihren Smart-City-Produkten und -Dienstleistungen die nachhaltige Entwicklung von Lebensräumen in städtischen und regionalen Gebieten" vorantreiben.
 
Man wolle die Vernetzung unter den Mitgliedern fördern und ein Marktplatz für Interessenten, Anbieter und Investoren sein. Man argumentiert auch, man wolle mit "neuen Qualitätsstandards sicherstellen, dass öffentliche Gelder in zukunftsfähige und langlebige Technologien investiert werden." Man wolle parallel dazu Ängste und Vorbehalte bei der Bevölkerung abbauen.
 
Auf der Website prangt ein Bild der Stadt Zürich, diese fungiert allerdings nicht auf der Mitgliederliste. Stattdessen die Hochschulen Luzern und Zürich, die Stiftung Risiko Dialog, einige Engineering- und Consulting-Firmen, IoT-Dienstleister oder auch ein Pen-Tester. Die grossen Tech-Konzerne, die sich in diesem Umfeld tummeln, fehlen auf der Liste.
 
Initiator & Vorstandspräsident ist Enrico Baumann, CEO von Elektron, einer Technologiefirma, die im Smart-City-Bereich mit Lösungen für Strassenbeleuchtung oder Waste Management aufwartet.
 
Die "SmartCity Alliance" ist nicht allein in der Landschaft. So bezeichnet sich auch der 2018 gegründete Berner Smart City Hub Switzerland als Verband und listet Swisscom oder die Stadt Zürich als Mitglieder auf. Es gibt daneben ein Programm namens "Smart City Schweiz", das sich im Energiesektor ansiedelt und es gibt diverse lokale Smart-City-Interessen-Vereinigungen. Zudem weibelt beispielsweise der frühere Bakom-Chef Marc Furrer unterstützt von Cisco, der Post und weiteren Konzernen für "Myni Gmeind" im weiteren Umfeld des Themas.
 
Angesichts all der Vernetzungen, Marktplätze, Interessenvertretungen, Projektförderungen und Sensibilisierungsaktionen dürfte in absehbarer Zeit die Gründung eines Dachverbands nötig werden. (mag)