Der schwache Chip-Markt belastet Samsung

Seit rund einem Jahr kämpft Samsung mit den Folgen des schwächelnden Chipmarkts. Die fallenden Preise schlagen sich auch im Ergebnis nieder. Der Umsatz fiel im dritten Quartal um 5,3 Prozent auf umgerechnet 53,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn brach um über 50 Prozent ein und belief sich noch auf 5,4 Milliarden Dollar, wie der südkoreanische Konzern mitteilt. Mit Halbleitern verdient Samsung mit Abstand das meiste Geld.
 
Zu den Aussichten des Halbleitergeschäfts äusserte sich das Unternehmen verhalten: "Es ist eine Erholung der Nachfrage zu spüren, doch die Risiken durch die globalen Bedingungen der Industrien bleiben bestehen."
 
Die Gewinne aus dem Geschäft mit Speicherbauteilen seien bedeutend gesunken, weil sich der Abwärtstrend bei den Preisen fortgesetzt habe, so Samsung. Seit Ende des vergangenen Jahres kämpft der Konzern mit den Folgen des Chipmarkts. Unter anderem belasten ein Überangebot sowie auch der Handelsstreit zwischen den USA und China die Branche.
 
Erleichterung erhofft sich Samsung in den kommenden Monaten durch den steigenden Chip-Bedarf bei RZ-Kunden und den Ausbau des 5G-Netzes. "Doch die Nachfrage für 2020 sollte mit Vorsicht gesehen werden, da es noch immer Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld gibt."
 
Für das nächste Jahr erwarten die Südkoreaner steigende Nachfrage nach 5G-Geräten. Allerdings setzen chinesische Smartphone-Anbieter wie Huawei, OnePlus oder Xiaomi Samsung stark unter Druck. Um dagegen zu halten, will Samsung "mehr 5G-Geräte und faltbare Produkte" auf den Markt bringen. (Keystone-sda/kjo)