Zürcher E-Commerce-Anbieter Advandoo hört auf

Das Zürcher E-Commerce-Anbieter Advandoo zieht den Stecker. Per Ende Jahr würden die Geschäftstätigkeiten aufgrund strategischer Überlegungen eingestellt, bestätigt die Digital-Commerce-Firma gegenüber dem Online-Magazin 'Persönlich'. Laut Handelsregistereintrag befindet sich die Firma seit 16. Oktober in Liquidation.
 
Advandoo wurde 2013 von Adriano Zappacosta, Andreas Eggenberger und Michael à Porta gegründet und expandierte 2017 nach Zürich. Ziel der Firma, so hiess es zur Gründung, sei die Beratung, Konzeption und Umsetzung von Multichannel-Kommunikations- und E-Commerce-Lösungen. Der Druck auf die Margen im Schweizer Handel wachse zunehmend, wodurch die Bereitschaft der Kunden schwinde, in Lösungen zu investieren, begründet das Unternehmen den Schritt zur Firmenschliessung. "Das Marktumfeld für Dienstleister im Bereich Digital Commerce befindet sich sehr stark im Wandel und die Konsolidierungen bei den Plattformanbietern erschweren es mittelgrossen Anbietern zunehmend, sich zu positionieren", so Advandoo. Die laufenden Projekte würden noch abgeschlossen.
 
Was CEO Zappacosta nach der Schliessung seines Unternehmens machen will, ist unklar. "Über die Zukunftspläne von Herrn Zappacosta ist im Moment noch nichts bekannt", so die Firma zu 'Persönlich'. Michael à Porta verliess das Unternehmen laut seinem Linkedin-Profil knapp zwei Jahre nach der Gründung. Eggenberger wird im Handelsregister als VR-Präsident gelistet.
 
Wie viele Mitarbeitende von der Schliessung betroffen sind, ist ebenfalls nicht bekannt. Ende 2017 teilte Advandoo mit, in Zürich rund ein Dutzend Personen zu beschäftigen und in Berlin mit zwei Mitarbeitenden zu starten, mit dem Ziel innert Jahresfrist auf sechs Angestellte zu wachsen. Aktuell finden sich auf Linkedin 20 Personen, die Advandoo als Arbeitgeber nennen. (kjo)