Salärstudie: IT-Löhne steigen weiter

Der Personaldienstleiter Robert Half hat seine jährliche Gehaltsübersicht veröffentlicht, in der neben dem Finanzwesen und kaufmännischen Berufen auch die Lohnentwicklungen in der IT-Branche analysiert werden.
 
"Fachkräftemangel und hohe Wechselbereitschaft prägen auch im kommenden Jahr den Schweizer Arbeitsmarkt. Der Konkurrenzkampf der Unternehmen um die besten Köpfe steigt", heisst es in einer Mitteilung. IT-affine Fachexperten und IT-Spezialisten seien besonders gefragt und würden entsprechend bezahlt.
 
Die schwächere Weltkonjunktur scheine die Schweizer Tech-Branche nicht zu beeinflussen. Robert Half verweist auf eine Statista-Prognose. Gemäss dieser wird der Branchenumsatz des Schweizer IT- und Telekommunikationsmarktes im Jahr 2019 auf 21,4 Milliarden Franken anwachsen.
 
Die hohe Nachfrage nach IT-Profis werde sich 2020 noch weiter verstärken, heisst es weiter. Vor allem in den Bereichen Softwareentwicklung, Java-Entwicklung, Webentwicklung, Support & Rollout und System-Administration.
 
Der grosse Bedarf und zu wenig verfügbare IT-Fachkräfte liessen deshalb die Gehälter in der IT-Branche schon seit Jahren steigen. Dieser Trend werde sich auch 2020 fortsetzen, mitunter getrieben von der wachsenden Anzahl an Gegenangeboten von Mitbewerbern, so die Analyse.
 
Für Application-Developer nennt die "Gehaltsübersicht 2020" Jahreslöhne von 100'000 Franken als Richtwert für Kandidaten, die neu in ihrer Position sind (25. Perzentil). Personen mit ausgewiesenen Kenntnissen und grosser Erfahrung (95. Perzentil) kommen auf 135'000 bis 147'500 Franken.
 
Für IT-Administratoren geht die Lohn-Bandbreite von 73'000 (25. Perzentil) bis 120'000 Franken (95. Perzentil), für Netzwerk-Administratoren von 82'000 bis 106'250 Franken, für Web-Entwickler von 82'250 bis 149'750 Franken, für Security-Experten von 128'000 bis 192'500 Franken. Für CIO-, CSO- und CTO-Stellen nennt Robert Half Gehälter von 142'000 bis 235'000 Franken als Richtwerte.
 
Die Lohnangaben entsprechen damit in etwa den Untersuchungen von SwissICT. Der Verband hatte seine "Salärstudie 2019" im September veröffentlicht. (paz)