Ü50er und Frauen: Bund soll ICT-Bildung sichern

Ein zum Ende der Herbstsession 2019 eingereichtes Postulat von Nationalrätin Kathy Riklin (CVP/ZH) fordert den Bundesrat auf, "ein Massnahmenpaket zur Sicherung des Wachstums des Technologiestandorts Schweiz im 21. Jahrhundert zu erarbeiten".
 
Riklin und sechs Mitunterzeichnende fordern darin vier Massnahmen: Die ICT- und High-Tech-Berufsbildung soll gefördert werden. Zweitens sollen Massnahmen ergriffen werden "zur Umschulung und Weiterbildung, insbesondere von erfahrenen Erwerbslosen (50+) und anderen Zielgruppen, die so dem Technologie-Arbeitsmarkt erschlossen werden können". Mädchen und Frauen sollen gezielt gefördert werden, in relevante Technologie-Berufe ein- oder umzusteigen. Viertens wird eine "dringliche Einführung eines befristeten Visums für ICT- und andere Fachkräfte aus Drittstaaten (nicht-EU), ähnlich dem U.S. H1B-Visum" verlangt.
 
Die Schweiz sei als Forschungs- und Innovationsstandort bestens gerüstet, eine führende Rolle im Prozess der "Digitalen Transformation" einzunehmen, heisst es in der Begründung. Allerdings würden "die zum Wachsen nötigen Talente und Fachkräfte" fehlen. Die Unterzeichnenden des Postulats verweisen auf eine Studie von ICT-Berufsbildung Schweiz, wonach "bis 2026 40’000 Fachkräfte allein in der IT-Branche in der Schweiz" fehlen würden.
 
"Wir fordern daher den Bundesrat auf, ein Massnahmenpaket zur Sicherung des Wachstums und der Innovation des Wirtschaftsstandorts Schweiz im 21. Jahrhundert zu erarbeiten", heisst es im Postulat. "Dabei sollen unbedingt departemental übergreifende Ansätze gesucht werden." (paz)