Swico ICT Index: Optimismus hält an

Der Gesamtindex berücksichtigt die Segmente IT-Technology, IT-Services, Software und Consulting. (Bild: Swico)
Die Branche erwartet rentables Wachstum. Der Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung.
 
Der Optimismus der Schweizer ICT-Branche hält an, wie der Swico ICT Index, der quartalsweise erhoben wird, zeigt. Alle Segmente erwarten ein rentableres Wachstum, was vor allem auf die positiven Erwartungen an Auftragslage, Bruttomarge und Umsatz zurückzuführen sei, schreibt Swico.
 
Das Segment Software erreicht mit 118 Punkten, demselben Wert wie im Vorquartal, den höchsten Wert der ICT-Branche; dicht gefolgt vom Segment IT Consulting mit 117,6 (plus 4,1) und dem Segment IT-Services mit 117,5 Punkten (minus 4,4). Mit einem immer noch hohen Wert von 111 Punkte (minus 2,9) weist das Segment IT-Technology den tiefsten Wert der ICT-Branche auf.
 
Der Swico-Index basiert auf den Prognosen für die Zukunft und nicht auf den Ergebnissen der Vergangenheit. Er widerspiegelt nicht direkt Umsätze oder Verkaufszahlen, sondern die Erwartungen für das kommende Quartal.
 
Spezialisten-Mangel bleibt Herausforderung
In allen Segmenten der Branche sei der Spezialisten-Mangel mit Abstand die am häufigsten genannte Herausforderung. Die Situation erschwere sowohl die Planung der Unternehmensentwicklung wie auch die Abwicklung der laufenden Projekte, so die Mitteilung. Auch die Entwicklung und Marktreife von neuen Produkten und Angeboten leide durch die Schwierigkeit, neue Mitarbeitende zu gewinnen.
 
Insbesondere das Segment Software spüre den Mangel, vor allem wenn es um öffentliche WTO-Ausschreibungen gehe. Diese generieren einerseits für die Eingabe hohe Aufwände und verursachen andererseits eine hohe Planungsunsicherheit.
 
Die politische Lage, wie beispielsweise der Brexit, scheint die Branche kaum mehr zu verunsichern. Nur das Segment IT-Services nennt ihn laut Swico als Herausforderung. Auch die Gefahr einer wirtschaftlichen Abkühlung wird von der ICT-Branche nur vereinzelt genannt.
 
Consumer Electronics und Printing erwarten Rückgang
Der Indexwert der Branche Consumer Electronics (CE) sinkt; jener von Imaging/Printing/Finishing (IPF) steigt. Beide aber verbleiben klar unter der Wachstumsgrenze von 100 Punkten, schreibt der Verband weiter.
 
Beide Branchen erwarten eine Degeneration: Auftragseingang, Bruttomarge und Umsatz dürften gegenüber dem Vorjahr sinken. Auch die konjunkturelle Entwicklung schätze die Branchen negativ ein. Am meisten zu schaffen mache die Frankenstärke und der damit verbundene Margendruck. Sie sehen sich gefordert, so Swico, Kosten zu senken und Optimierungen bei der internen Organisation vorzunehmen. (kjo)