IDC: Viel Bewegung im Markt für hyperkonvergente Systeme

Der Markt für hyperkonvergente Lösungen boomt: Im zweiten Quartal 2019 stieg er im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar, wie die Marktforscher von IDC festhalten. Aber der Markt ist auch hart umkämpft. Und es hat sich offenbar einiges getan. Dies legt zumindest der neuste "Worldwide Quarterly Converged Systems Tracker" von IDC nahe.
 
Dell ist erneut weltweit führend mit hyperkonvergenten Systemen, vor allem mit VxRail, das zusammen mit VMware entwickelt wird. Der Infrastruktur-Gigant hat im zweiten Quartal 2019 einen HCI-Umsatz von 533 Millionen Dollar erzielt, dies entspricht einem Plus von 27,4 Prozent. Damit hat sich Dell einen Marktanteil von über 29 Prozent gesichert.
 
Nutanix findet sich mit etwas über 14 Prozent Marktanteil auf Platz zwei. Der Hyperkonvergenz-Pionier verlor aber vier Prozent an Marktanteil und büsste an Umsatz mit HCI-Appliances ein: Sechs Prozent schrumpfte dieser im Jahresvergleich und brachte im letzten Quartal noch 259 Millionen Dollar ein.
 
Cisco verdrängte HPE vom dritten Rang und erzielte einen Umsatz von 114 Millionen Dollar. Das ist ein HCI-Marktanteil von 6,2 Prozent. Der Netzwerkriese konnte seine Umsätze mit hyperkonvergenten Systemen um 47 Prozent steigern.
 
IDC platziert die Technologieanbieter im Markt für hyperkonvergierte Systeme nach zwei Kriterien: Anhand der Marke der hyperkonvergierten Lösung oder aufgrund der Eigentümer der Software, die die zentralen Funktionen bereitstellt. In der zweiten Kategorie schaut es anders aus, ausser, dass Cisco wiederum mit 114 Millionen Dollar Umsatz mit Hyperflex auf dem dritten Rang auftaucht.
 
Hinter VMware konnte sich Nutanix mit 28,6 Prozent Marktanteil auf dem zweiten Platz positionieren und 522 Millionen Dollar umsetzen. Damit sei die Transformation von einem HCI-Appliance-Anbieter zu einem Software-Unternehmen beinahe abgeschlossen, resümiert etwa 'CRN'.
 
Auf der Seite der Software ist VMware der Leader: 38 Prozent Marktanteil mit einem Umsatz von 694 Millionen Dollar konnte der Virtualisierungs-Spezialist auf sich verbuchen. Im zweiten Quartal 2019 legte VMware nochmals um etwas über drei Prozent Anteil zu. (ts)