Samsung baut keine Smartphones mehr in China

Der südkoreanische Hersteller Samsung stellt die Smartphone-Produktion in China komplett ein – und dies nach 27 Jahren. Damit folge der Hersteller anderen Tech-Konzernen, die ihre Produktion von China unter anderem wegen steigender Lohnkosten in andere Länder verlagern, berichtet 'Reuters'.
 
"Die Produktionsausrüstung wird in andere globale Produktionsstandorte verlagert, abhängig von unserer globalen Produktionsstrategie, die auf den Marktbedrüfnissen basiert", schreibt Samsung in einem Statement, ohne dies weiter zu erklären. 2018 eröffnete der Hersteller in Indien eine grosse Fabrik, in der gemäss 't3n' hauptsächlich Low-End-Geräte zu Endpreisen von unter 100 US-Dollar produziert werden sollen. Weitere Werke befinden sich in Vietnam.
 
Den chinesischen Markt wolle Samsung aber nicht verlassen, lässt der Hersteller verlauten. Dies, obwohl der Marktanteil des südkoreanischen Herstellers in China laut 'Reuters' von rund 13 Prozent im Jahr 2013 auf noch ein Prozent im ersten Quartal 2019 geschrumpft ist.
 
Die Fabrik in Huizhou, die per Ende Oktober geschlossen wird, wurde 1992 gebaut. Es ist das letzte von drei Werken, die Samsung in China betrieben hat. Lokalen Medien zufolge waren im Huizhou-Werk 6000 Angestellte beschäftigt. 2017 wurden dort 63 Millionen Geräte produziert.
 
Samsung-Smartphones "Made in China" werde es aber weiterhin geben. Denn Samsung habe vermehrt begonnen ODM-Geräte von chinesischen Herstellern unter Lizenz fertigen zu lassen, darunter das Galaxy A6 und das Galaxy A10, so 'Androidblog'. (kjo)