Geht Docker das Geld aus?

Docker versucht laut 'CNBC' fieberhaft, frisches Kapital aufzubringen. Der Bericht bezieht sich auf ein internes E-Mail des neuen Docker-CEOs Rob Bearden, der den Mitarbeitenden für ihren Durchhaltewillen dankt: "Ich weiss, dass Unsicherheit mit grossen Herausforderungen verbunden ist."
 
Im Memo, das 'CNBC' gesehen hat, hofft Bearden auf frisches Geld. "Ich wollte ein kurzes Update darüber geben, wo wir stehen. Wir befinden uns derzeit in aktiven Verhandlungen mit zwei Investoren und arbeiten an endgültigen Konditionen. Wir sollten in der Lage sein, euch in den nächsten Wochen ein umfassenderes Update zu liefern."
 
Auch 'ZDNet' schreibt von Geldproblemen mit Verweis auf "firmennahe Quellen".
 
Docker hat mehr als 200 Millionen Dollar an Finanzmitteln gesammelt, darunter die 95 Millionen Dollar, die vor vier Jahren von Goldman Sachs kamen. Die renommierten Silicon-Valley-Firmen Benchmark, Sequoia Capital und Greylock Partners sind ebenfalls Geldgeber und helfen dem Unternehmen, das 2017 einen Wert von 1,3 Milliarden Dollar hatte.
 
Profitabel war die Open-Source-Software von Docker bis anhin nicht. Das Kernproblem sei laut 'ZDNet' wie 'CNBC': "Docker hat keinen tragfähigen Businessplan".
 
Bearden wurde erst 2019 zum CEO von Docker ernannt, nachdem sein vorheriges Unternehmen, Hortonworks, mit Cloudera fusionierte. Er ist der vierte CEO des 2013 gegründeten Unternehmens. (mag)