SBB wählt Public-Cloud-Partner

Die SBB will vermehrt Workloads in die Public Cloud verschieben. Vier IT-Dienstleister sollen dabei helfen.
 
Die SBB hat vier strategische Partner ausgewählt, die dem Unternehmen in Sachen Public Cloud unter die Arme greifen sollen. Nach einer Ausschreibung im Mai, erfolgte nun der Zuschlag an Amanox Solutions, Innovation Process Technology (ipt), ti&m und Wabion.
 
Die Vertragsdauer beträgt fünf Jahre und pro Partner erwartet die SBB eine Gesamtleistung von zirka zwei bis fünf FTEs pro Jahr. Die Leistungen würden nach Bedarf als Dienstleistung (Auftrag) oder im Personalverleih abgerufen. Eine Bezugsgarantie der Leistungen bestehe nicht.
 
Die Preisspanne der eingegangenen Angebote belief sich auf 17,1 bis 27,5 Millionen Franken, wie aus der Simap-Publikation hervorgeht.
 
Zuschlag an Hyperscaler noch nicht erfolgt
Die SBB nutzt bereits Public-Cloud-Services. AWS komme für Innovationsprojekte zum Einsatz und Azure im Zusammenhang mit Office 365, sagte uns das Unternehmen bei der Ausschreibung.
 
Nun sollen deutlich mehr Workloads in die Public Cloud verschoben werden. Konkret geht es um Angebote der "grossen Public Cloud Provider": AWS, Microsoft Azure und Google Cloud. Die Ausschreibung für die Public Cloud Provider selbst hat die SBB Ende August publiziert und die Offerten werden am 1. Oktober geöffnet.
 
Die nun gewählten IT-Dienstleister sollen die SBB in allen Schritten der Cloud-Projekte beraten. Dazu gehören Frühprojektleistungen wie die Klärung der technischen Anforderungen, Planung der Cloud-Architektur sowie Untersützung bei der Auswahl der passenden Cloud-Plattform beziehungsweise Infrastruktur-Services. Zudem sollen die Cloud-Partner die Implementierung und Inbetriebnahme der Cloud-Services begleiten. Daneben waren auch Operations-Services gefordert inklusive Pikettleistungen, Architektur-Reviews und Schulungen.
 
Begründet wird der Schritt in die Public Cloud bei der SBB damit, dass "AWS, Azure und Google einen ausgereiften Service anbieten, sehr innovativ vorwärts gehen und immer mehr Use Cases kostengünstig und relativ einfach abdecken können." (kjo)