Die Channel-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 39 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
 
Das neue RZ: klein, unterirdisch, dezentral
Dätwyler Cabling Solutions und Amberg Engineering haben im Ostschweizer Versuchsstollen Hagerbach ein "Edge-Rechenzentrum" eröffnet. Die beiden Partner, die das Projekt zusammen mit dem Swiss Center of Applied Underground Technologies (SCAUT) durchgeführt haben, versprechen sich vom Ansatz kleiner verteilter RZ unter Tage Enormes. 2017 seien rund zehn Prozent aller Daten ausserhalb zentralisierter Rechenzentren produziert und verarbeitet worden. Bis 2022 soll dies laut Marktforschern gar für 50 Prozent der Daten gelten. Von diesem Kuchen wollen sich Dätwyler und Amberg mit dem Ansatz des unterirdischen "Edge-RZ" ein gutes Stück abschneiden.
 
Fintech-Ranking: Avaloq, Six und Crealogix steigen auf
 Wenn IDC das jährliche "Fintech-Ranking Top 100" publiziert, dann geht es nicht um all die Blockchain-Krypto-Startups, sondern primär um solide, bewährte Banken-IT-Anbieter. Gelistet werden von den Marktforschern die 100 umsatzstärksten Technologie-Provider von Hardware, Software und Services im Finanz-Bereich. Neben internationalen Schwergewichten wie FIS, Tata oder NTT Data führt das Ranking die sechs grössten Schweizer Player – Avaloq, Crealogix, Eri Bancaire, Luxoft, Six und Temenos – auf.
 
IT-Spezialisten in Städten verdienen immer besser
Die 2019-Ausgabe der Salärstudie von SwissICT ist erschienen. Es zeigt sich, dass in der ICT-Branche die Löhne im Vergleich zu anderen Branchen konstant höher sind. Ein gutes Wachstum der Saläre ist insbesondere für IT-Spezialisten in Ballungszentren zu verzeichnen. "Die konstant hohen Löhne, gerade auch für Einsteiger, zeigen, dass Informatik-Fachkräfte weiterhin sehr gefragt sind und Unternehmen teils viel Geld in die Hand nehmen müssen, um Spezialisten zu finden", sagt Christian Hunziker, Geschäftsführer von SwissICT.
 
Früherer BIT-Chef Giovanni Conti hat eine neue Stelle
Giovanni Conti wird neu Direktor der Direktion "Technologie und Innovation" (DTI) der Insel Spital-Gruppe. Er wird aber nur ad interim die Funktion einnehmen, bis ein definitiver Nachfolger des im August überraschend abgetretenen Fried-Michael Dahlweid gefunden ist. Wie lange er bleiben wird, wird nicht bekanntgegeben. "Conti wird an den Sitzungen der Direktion der Insel Gruppe teilnehmen und die Anliegen der DTI vertreten", so das Unternehmen. Der ehemalige BIT-Chef hatte das Bundesamt wegen Differenzen mit Bundesrat Ueli Maurer im Juni verlassen.
 
Künstliche Intelligenz versus künstliche Hacker
Rik Ferguson sieht eigentlich aus wie ein Mitglied einer Rockband, ist aber der Leiter des Security-Research-Teams bei Trend Micro. Während Musik tatsächlich sein Hobby ist, ist Security sein Beruf und gleichzeitig, wie man im Gespräch mit ihm merkt, auch seine Leidenschaft. An der hochkarätig besetzten Security-Konferenz Cloudsec in London hatte inside-channels.ch Gelegenheit zu einem persönlichen Gespräch mit Ferguson. Dass Hacker KI für ihre Zwecke einspannen, ist eine der grössten Bedrohungen, die er auf die Sicherheit von Unternehmen zukommen sieht. "Die Angriffe werden dann in Hochgeschwindigkeit (machine speed) erfolgen. Die KI kann ihre Taktik in Hochgeschwindigkeit ändern. Der Schadcode wird sich sozusagen darüber 'bewusst' sein, in welchem Kontext er läuft. Dadurch wird er in Echtzeit darauf reagieren können, wo er sich gerade befindet und welche Sicherheitsmassnahmen er antrifft", sagt Ferguson.
 
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