Abacus und Lehmann+Partner kommen in Zug zum Zug

Der Luzerner IT-Dienstleister und HR-Spezialist Lehmann+Partner Informatik hat eine Ausschreibung zur Einführung einer neuen Lohnsoftware im Kanton Zug und elf Einwohnergemeinden gewonnen. Da Lehmann+Partner seit Anfang 2017 ein Partner von Abacus Research ist, ist dies auch ein Erfolg für das St.Galler Softwarehaus.
 
Das Projekt wurde in einem offenen Verfahren ausgeschrieben. Laut dem Zuschlagsentscheid gingen drei Offerten ein. Lehmann+Partner konnte sich mit einem Angebot über knapp 2,4 Millionen Franken durchsetzen. Gemäss dem Zuschlag wies es "die höchste Übereinstimmung mit den in den Ausschreibungsunterlagen genannten Zuschlagskriterien und den dabei massgebenden Gewichtungen" auf.
 
Mit der neuen Lösung sollen in Zukunft die Löhne von rund 20'000 Mitarbeitenden des Kantons Zug und der elf Gemeinden verwaltet werden. Der Auftrag umfasst Lieferung und Implementierung inklusive Lizenzen, Datenmigration aus dem Vorgängersystem sowie Pflege und Support der neuen Lösung für zehn Jahre nach Inbetriebnahme.
 
Eines der Kriterien war, dass die neue Lösung eine bestehende Schnittstelle zum Abacus HR-Portal beinhalten musste. Dieses wird bereits vom Kanton Zug sowie von vier der Zuger Gemeinden eingesetzt.
 
Das Angebot musste auch die Umsetzungsaufwände für kundenspezifische Funktionen sowie individuelle Schnittstellen zu allenfalls nicht abgelösten Umsystemen enthalten.
 
Der Auftrag aus Zug dürfte bei Abacus in St.Gallen mithelfen, die Nackenhaare weiter zu glätten, die immer noch aufgrund einer Beschaffungsgeschichte aus dem Jahr 2014 leicht gesträubt sind. Abacus hatte damals heftig kritisiert, dass der Kanton einen Auftrag zur Erneuerung der Finanzsoftware in einem freihändigen Verfahren an den Konkurrenten IT&T (heute Axians IT&T) vergeben hatte. Der Kanton wehrte sich gegen diese Vorwürfe. Auch die Zuger kantonale Finanzkommission konstatierte, dass bei dieser und anderen IT-Beschaffungen des Kantons Zug alles in Ordnung gewesen sei. In ihrem Schlussbericht empfahl die Kommission dann aber, dass zumindest bei grösseren freihändigen Verfahren immer auch mindestens zwei Konkurrenzofferten eingeholt werden sollten. (hjm)
 
(Interessenbindung: Abacus ist als Gold-Sponsor ein wichtiger Werbekunde unseres Verlags.)