Wegen Digitalisierung: Arbeitgeber sollen lebenslanges Lernen fördern

Der Schweizerische Arbeitgeberverband und die Standortinitiative Digitalswitzerland haben am dritten Schweizer Digitaltag die nationale Kampagne "#LifelongLearning" gestartet. Damit soll das Bewusstsein für lebenslanges Lernen bei Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden weiter gestärkt werden.
 
Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung verpflichten sich über 125 Arbeitgebende, in ihren Organisationen den insgesamt über 550'000 Mitarbeitenden lebenslanges Lernen zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen, wie die Initianten mitteilten.
 
Konkrete Verpflichtungen umfasst die Erklärung keine, der Ermessensspielraum der Arbeitgeber, ob und wie man Mitarbeitende zeitlich und finanziell unterstützt, bleibt erhalten. Man werde Re- und Up-Skilling-Programme zur Verfügung stellen, eine "echte digitale Denkweise" fördern oder "kürzere Bildungswege, Kurse und andere Formen des Lernens zum Erwerb spezifischer digitaler Fähigkeiten" anerkennen, so das Versprechen. Dabei wollen die Unterzeichnenden Mitarbeitende unabhängig von ihrer Ausbildung, ihrem Alter, ihrem Dienstalter oder ihrer beruflichen Perspektive ansprechen.
 
Hintergrund der Initiative ist laut Mitteilung, dass bis 2022 mehr als die Hälfte der Schweizer Erwerbstätigen einen "erheblichen Umschulungs- und Fortbildungsbedarf" haben werden: "Dies liegt unter anderem an der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung aber auch der demographischen Entwicklung des Landes." Das World Economic Forum gehe davon aus, dass zwei Drittel der Jobs, die die heutigen Schulkinder künftig ausüben werden, noch gar nicht existierten.
 
Zu den Unterzeichnenden gehören Schweizer Unternehmen unterschiedlicher Grössenordnung, darunter sind auch Software-Anbieter und internationale Tech-Konzerne, die Mitarbeitenden das lebenslange Lernen erleichtern wollen.
 
Gleichzeitig sollen auf einer Website Videos von rund 100 Arbeitnehmenden mit deren positiven Erfahrungen mit lebenslangem Lernen die Bevölkerung ermutigen, ebenfalls in die persönliche Weiterbildung zu investieren. (mag/Keystone-sda)