HP gibt sich einen COO und eine neue Vertriebsstruktur

HP will sich eine neue Struktur geben: Am 1. November soll dazu eine neue Vertriebsorganisation gegründet werden. Im Zuge dessen ernennt der Konzern zum ersten Mal einen Chief Commercial Officer. Der Posten des CCO wird von HP-Veteran Christoph Schell übernommen.
 
Ziel der Restrukturierung sei die Vereinfachung des Vertriebsmodells und die engere Zusammenarbeit mit Partnern, wie Schell und der frisch gebackene CEO Enrique Lores zu 'CRN' sagten. So soll das Unternehmen künftig nicht mehr in drei Regionen organisiert sein, sondern zehn geographische Märkte bearbeiten, die jeweils von neu ernannten Geschäftsführern verantwortet werden sollen.
 
"Wir beginnen eine mehrjährige Transformation", erklärte Lores gegenüber 'CRN'. Die Massnahmen seien bereits länger in Planung und hätten nichts mit dem Rücktritt von Dion Weisler zu tun.
 
Als Gründe für die Transformation nannte Lores zum einen die Ausweitung der Service-Angebote wie Managed Printing Services oder as-a-Service-Modelle für Geräte. Das neue Betriebsmodell solle nun helfen das gesamte Engagement in einem Vertrag "intelligenter zu gestalten", zudem soll die Zusammenarbeit für Partner transparenter und konsistenter werden.
 
Zugleich verspricht sich HP Kosteneinsparungen durch die Reduktion des Personalbestandes im Backoffice. Für Partner werde es durch den Umbau aber keine grösseren Störungen geben, versichert Lores. So sollen auch die Channel-Rollen in der Organisation intakt bleiben. "Weil wir denken, dass wir diese Menschen brauchen, um weiter zu wachsen", so der CEO.
 
Zu den Auswirkungen auf die Schweiz und die hiesigen Partner äusserte sich HP nicht. Auf Anfrage von inside-channels.ch erklärte Susanne Weber, Chief of Staff von HP Schweiz, lediglich: "Das neue Modell tritt ab 1. November in Kraft. Es wird zu gegebener Zeit näher darüber informiert." (ts)