CEO: "Cisco darf in China nicht mehr offerieren"

Cisco Systems gab bekannt, dass die bevorstehenden US-Zölle und chinesische Kunden, die die Produkte meiden, sein Geschäft belasten würden. Das Netzwerkunternehmen prognostizierte anlässlich der Publikation der Quartalszahlen darum wachsende Schwierigkeiten.
 
Cisco sagte, die Verkäufe in China seien um 25 Prozent gesunken, zudem würden die staatlichen Unternehmen des Landes keine Cisco-Offerten mehr annahmen. "Wir dürfen nicht einmal mehr an Ausschreibungen teilnehmen", sagte Cisco-CEO Chuck Robbins den Investoren laut Medien in einer Telefonkonferenz.
 
CFO Kelly Kramer sagte in einem Interview laut 'Reuters', dass chinesische Unternehmen Cisco-Geräte meiden und stattdessen Hardware von einheimischen chinesischen Unternehmen kaufen würden.
 
Während die Umsätze in China stark zurückgingen, machten sie im vierten Quartal des Geschäftsjahres von Cisco weniger als drei Prozent des Gesamtumsatzes aus. Aber auch verzögerter Bestelleingang von Grossunternehmen, insbesondere in Grossbritannien, trugen dazu bei, die Erwartungen von Analysten zu enttäuschen.
 
Die Aktienkurse von Cisco fielen danach, aber weniger wegen der Quartalszahlen als wegen der Prognosen, so Fachmedien.
 
Die Schwierigkeiten, in denen Cisco steckt, zeigen sich möglicherweise auch in Entlassungen. So habe der Konzern in den Büros San Jose und Milpitas in Kalifornien kürzlich mehr als 480 Mitarbeitende abgebaut, also auch am Hauptsitz. Dies meldet 'CRN'. Letzten November habe Cisco eine vergleichbare Anzahl Stellen in Kalifornien abgebaut. Der Konzern nahm dazu keine Stellung. (mag)