Umsätze von Bechtle Schweiz bleiben hinter starkem Wachstum des Konzerns zurück

Bechtle hat sein Wachstumstempo vom Jahresstart im zweiten Quartal knapp erhöhen können. Wie der paneuropäische IT-Händler und -Dienstleister mitteilt, legte der Umsatz von April bis Juni im Vorjahresvergleich um 30,7 Prozent auf umgerechnet knapp 1,38 Milliarden Franken zu. Das organische Umsatzwachstum habe sich dabei um 16,9 Prozent verbessert.
 
Es sei daran erinnert, dass der Konzern bereits im ersten Quartal dieses Jahres mit umgerechnet 1,35 Milliarden Franken ein Umsatzplus von knapp 30 Prozent ausweisen konnte und damit erstmals die Umsatzmilliarde überschritt. Gegenüber diesem Rekordquartal steigerte Bechtle seinen Umsatz also diesmal um umgerechnet 218 Millionen Franken.
 
Dabei erreichte das Betriebsergebnis (Ebit) umgerechnet 60,85 Millionen Franken, was ebenfalls ein Plus von 30 Prozent ist. Erwirtschaftet worden seien die guten Resultate von insgesamt 10'915 Mitarbeiter, was einem Zuwachs von 2125 Stellen oder 24,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspreche.
 
Die Schweizer Zahlen von Bechtle sahen nicht ganz so rosig aus wie im Gesamtunternehmen. Denn auf Anfrage schreibt die Pressestelle, dass im letzten Quartal der Umsatz bei umgerechnet 202 Millionen Franken gelegen habe. Womit hierzulande ein Umsatzplus von zehn Prozent erreicht werden konnte. Erwirtschaftet wurde es an 16 Standorten in der Schweiz von einer um 11 Prozent auf 910 Mitarbeitende gewachsenen Belegschaft.
 
Gleichwohl schreibt Bechtle, dass alle Länder und beide Segmente, Systemhaus-Business wie E-Commerce, gleichermassen zum Wachstum beigetragen hätten. Konkret hätten die 70 Systemhäuser in der DACH-Region umgerechnet 890 Millionen Franken erwirtschaftet, was einem Plus von 20,4 Prozent entspreche. Wobei dieses Geschäft mit einem Plus von 18,1 Prozent in Österreich und der Schweiz etwas weniger erfolgreich gewesen als in Deutschland (plus 20,8 Prozent).
 
Treiber seien neben dem klassischen Systemhausgeschäft die Cloud- und die Managed-Services gewesen. Insgesamt hätte die Sparte umgerechnet 37,4 Millionen Franken zum Betriebsergebnis beigetragen. Das entspreche einem Anstieg um 19,2 Prozent.
 
Deutlich höher lagen die Zuwächse im E-Commerce. Hier wurden der Umsatz um satte 54,8 Prozent auf umgerechnet 487 Millionen Franken gesteigert. Dabei sei aufgrund von Zukäufen das Wachstumstempo im Ausland mit 64,1 Prozent besonders hoch gewesen. Organisch habe diese Business-Sparte in Deutschland, Grossbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien zugelegt. So stand Ende Juni ein um 50,5 Prozent auf umgerechnet 24,9 Millionen Franken verbessertes Betriebsergebnis. (vri)