(Update) Exklusiv: T-Systems hat Stellen in der Schweiz abgebaut

Erstmals bestätigt die hiesige Dependance von T-Systems, dass rund sieben Prozent oder 40 Stellen im Verlauf des vergangenen Jahres gestrichen worden sind. Bekanntlich war Mitte letzten Jahres gemeldet geworden, dass der deutsche Systemintegrator und Outsourcer bis 2020 weltweit 10'000 Stellen streichen und 600 Millionen Euro bis 2021 einsparen will. Neben dem massiven Stellenabbau wurde auch der Abbau von Standorten angekündigt.
 
Damals wiegelte der hiesige Managing Director Stefano Camuso noch ab und erklärte, "Massenentlassung ist bei T-Systems Schweiz kein Thema". Dabei bestätigte Camuso im Juni letzten Jahres auch, dass T-Systems Schweiz über 600 Stellen verfügt. Noch bei der Bekanntgabe der Zahlen des Mutterhauses im letzten Februar wurde keine Veränderungen dieser Stellenanzahl genannt.
 
Tempi passati. Pressesprecherin Krystina Koch sagt auf Anfrage, dass derzeit noch 560 Mitarbeitende an den weiterhin bestehenden vier Standorten beschäftigt werden. Die Standorte in Basel, Zollikofen, Kreuzlingen und Zürich würden weitergeführt. Nicht quantifizieren konnte sie, ob weitere Stellen gefährdet sind.
 
Update: Nach Redaktionsschluss teilt Koch mit, dass der Titel ursprüngliche irreführend sei. Von einem Stellenabbau könne nicht die Rede sein: "T-Systems Schweiz verfügt über eine Workforce von rund 600 Mitarbeitenden, wovon derzeit rund 560 Mitarbeitende in einem Vertragsverhältnis stehen. Jedoch hätten rund 20 Mitarbeitende das Unternehmen verlassen müssen aufgrund des Wegfalls des Stellenprofils. Gleichzeitig bestehen aber auch mehrere offene Vakanzen wie etwa in der Software-Entwicklung."
 
Der Hinweis auf den Stellenabbau fand sich auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform 'kununu'. Dort hiess es kürzlich, dass bei der hiesigen T-Systems "gerade eine Massenabwanderung von Mitarbeitern (aufgrund von Arbeitsplatzverlagerungen in den Osten)" im Gange sei.
 
Auf diesen Sachverhalt angesprochen, erklärt man bei T-Systems nur, dass die im letzten Jahr angekündigten Near- und Offshore-Verlagerungen – etwa nach Ungarn oder Indien – kontinuierlich weitergeführt werden. Laut Koch laufen die Transformationsbemühungen weiter. Der Umbau bedinge unter anderem neue Rollenprofile sowie Prozessoptimierungen und es werden auch neue Stellen geschaffen. (vri)