Azure SQL: Microsoft verspricht mehr Verfügbarkeit

99,99 Prozent Verfügbarkeit einer Applikation oder von Hardware heisst gleichzeitig, dass diese rund 53 Minuten jährlich nicht läuft. 99,99 Prozent ist mehr oder minder Standard bei diversen Cloud-SLAs.
 
Nun meldet das 'Redmond Magazine' mit Berufung auf einen Blogpost, dass Microsoft erkannt hat, dass rund 53 Minuten Downtime pro Jahr ziemlich lange sein kann, wenn es sich um businesskritische Anwendungen handelt.
 
99,995 Prozent Verfügbarkeit verspricht der Konzern neuerdings, wenn es um Azure SQL-Datenbanken geht. Unter gewissen Bedingungen natürlich. Dies, so ein Microsoft-Mann, sei für Services im Bereich relationale Datenbanken der Spitzenwert.
 
Ist etwas mehr als 26 Minuten Downtime pro Jahr genügend kurz? Womöglich nicht, sagt Microsoft und bietet zudem neue Services und SLAs, welche die Downtime von Azure SQL-Datenbanken reduzieren und die Business Continuity erhöhen sollen.
 
Wie immer lohnt es sich, die SLAs genau zu studieren, sei es die versprochene Uptime, die Recovery Zeit oder unter welchen Bedingungen man welche Kostengutschrift erhält, wenn ein Cloud-Anbieter die SLAs nicht einhalten kann.
 
Mit der wachsenden Bedeutung der Cloud wächst auch die Anzahl von Meldungen über Ausfälle bei allen Hyperscalern, sei es beim RZ, Netzwerkausfälle oder wegen Software- oder IT-Systemproblemen.
 
Und entsprechend wächst offenbar das Interesse an Lösungen, speziell wenn es um businesskritische Anwendungen geht. Es darf damit gerechnet werden, dass die Mitbewerber von Microsoft nachziehen und die aufmerksame SLA-Lektüre an Bedeutung gewinnt.
 
Im Frühling 2018 hatte eine Anbieter-Umfrage besagt, rund 70 Prozent der Schweizer IT-Entscheider hätten noch nie nachgerechnet, was ein Cloud-Ausfall kosten dürfte. Viele schätzten laut der Umfrage auch die Ausfallzeiten falsch ein. (mag)