Die Channel-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 31 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
 
Adnovum-CEO Chris Tanner geht
Chris Tanner hatte am Mittwoch seinen letzten Arbeitstag. "Die Trennung erfolgt in gegenseitigem Einvernehmen", so Adnovum auf Anfrage. Tanner sagt, er gehe nicht im Bösen. Er war seit April 2014 CEO des Unternehmens, zuvor einige Monate CIO und rund sechs Jahre Leiter Adnovum Ungarn. Noch ist unklar, wer Nachfolger wird. Zu den konkreten Gründen für die Trennung äussern sich weder Tanner noch das Unternehmen. Hängt der Abgang mit dem Gerücht des bevorstehenden Verkaufs von Adnovum zusammen? "Nein", so die Antwort. VR-Präsident Adrian Bult fügt an: "IHAG hat entschieden, Adnovum nicht zu verkaufen."
 
New Business: Trivadis stürzt sich auf das Data Analytics Business
25 Jahre nach der Gründung zählt Trivadis rund 700 Mitarbeitende an 16 Standorten in der DACH-Region sowie in Dänemark und Rumänien. Der Oracle-Platinum- und Microsoft-Gold-Partner setzte letztes Jahr 118 Millionen Franken um. Etwa 71 Millionen davon wurden in der Schweiz erzielt. Seit September 2018 hat Trivadis eine neue Doppelspitze. Und mit der Ernennung von Ana Campos und Gerald Klump zu Co-CEOs wurde auch die Organisation des grossen Schweizer IT-Dienstleisters umgekrempelt. Wir haben mit den beiden Co-CEOs gesprochen: Wohin will die neue Doppelspitze des Schweizer IT-Dienstleisters? Welche Geschäftsfelder werden künftig wichtig? Und was heisst dies für die Firmenstruktur und Mitarbeitende?
 
Warum Threema Google Maps aus der App wirft
Threema hat Version 4.0 für Android veröffentlicht. Die Schweizer App erfuhr ein Redesign, und, interessanter, die Entwickler aus dem schwyzerischen Pfäffikon haben gleichzeitig Google Maps rausgeworfen. Damit sei der Schutz der Privatsphäre "noch konsequenter", denn "die Abhängigkeit von externen Apps und Diensten wurde weiter vermindert", heisst es vieldeutig. "Unser Leitsatz ist 'Wo keine Daten sind, können auch keine missbraucht werden'. Vor diesem Hintergrund ist es grundsätzlich erstrebenswert, so wenige Daten wie möglich an Drittanbieter-Dienste weiterzuleiten. Ausserdem hat uns eine Änderung an den Nutzungsbedingungen der Google-Kartendienste dazu bewogen, eine eigene Lösung zu implementieren", erklärte eine Sprecherin auf Anfrage.
 
"Mehr Synergien": Bechtle-Tochter zügelt
Der Eine oder Andere des 30-köpfigen Teams von Evolusys wird künftig einen längeren Arbeitsweg einplanen müssen. Die erst seit gut einem Jahr zur Bechtle-Gruppe gehörenden Spezialisten für Analytics-, Collaboration- und Cloud-Lösungen auf der Basis von Microsoft-Technologien werden ab Anfang August neue Räumlichkeiten in Morges beziehen. Der bisherige Firmensitz in Coppet bei Genf wird aufgegeben und der neue befindet sich knapp 40 Kilometer entfernt bei Lausanne. An der neuen Adresse an der Avenue de la Gottaz befinden sich bereits vier Bechtle-Unternehmen: Bechtle Steffen Suisse, Comsoft direct, Bechtle direct und ARP. Die nun mit Evolusys erweiterte gemeinsame Präsenz diene der "Stärkung von Synergien im Geschäft mit Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern in der Westschweiz", heisst es von Seiten der Firma.
 
Microsoft lässt Hololens 1 fallen und fördert Standardisierung
Microsoft wird das Betriebssystem für sein Hololens-Headset nicht mehr weiterentwickeln. Es erhält nur noch Security-Updates. Sofort loswerden sollte man seine teuer eingekauften Headsets aber lieber nicht, die "zweite Generation" Hololens ist nämlich noch gar nicht erhältlich. Versprochen wird von Microsoft, dass die nächste Hololens-Generation (2) "verbessert" sein soll und drei Mal komfortabler zu tragen, was immer dies konkret heissen mag. Jedenfalls kostet das Headset auch in der Developer-Version stolze 3500 US-Dollar. Für das angekündigte Device setzt Microsoft neu zudem auf OpenXR. Dies ist eine Initiative der Khronos Group, welche der Fragmentierung im AR-VR-Bereich mit Standardisierung entgegentreten will.
 
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