Also spart Personal­kosten, steigert Umsatz und Gewinn

Der Distributor beschäftigt weniger Angestellte als noch vor einem Jahr. Die "Aktivitäten zur Optimierung des Net Working Capitals erreichen ihre volle Kraft", teilt Also mit.
 
Der Distributor Also weist für das erste Halbjahr einen Umsatz von 4,8 Milliarden Euro aus. Dies sei eine Steigerung von 14 Prozent, schreibt das Unternehmen, und bedeute den Gewinn von weiteren Marktanteilen. Der EBIDTA hat sich um rund 15 Prozent auf 64,4 Millionen Euro verbessert.
 
"Diese erfreulichen Ergebnisse resultieren aus dem laufenden Projekt zur Strukturoptimierung, Verbesserungen beim Bruttogewinn und Akquisitionen", schreibt Also. Im ersten Semester hätten sich alle drei Geschäftsfelder positiv entwickelt: Supply plus 13,8 Prozent, Solutions plus 15,8 Prozent und As-a-Service plus 12,7 Prozent. Insbesondere das IT-as-a-Service-/ Cloud-Business habe sich sehr gut entwickelt. Im ersten Halbjahr wuchs der Bereich um 56 Prozent auf 97 Millionen Euro an.
 
Zuletzt hat der Distributor seine Präsenz in Osteuropa markant gesteigert. Im Januar 2019 kaufte Also den kroatischen Distributor Recro. 2018 tätigte Also Übernahmen in Slowenien, Weissrussland und der Ukraine und per 1. Juli 2019 wurde die Übernahme von ABC Data abgeschlossen. Damit ist das Emmener Unternehmen in 13 osteuropäischen Ländern tätig und habe das Ziel, dort einen dauerhaften Marktanteil von mindestens 20 Prozent zu erreichen.
 
Im ersten Semester habe Also auch das Programm zur Strukturoptimierung weiter fortgesetzt. "Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum konnte eine Optimierung der Personalkosten um 11 Millionen Euro erzielt werden", schreibt Also. Zum Ende des ersten Halbjahres 2019 zählte Also 2086 Vollzeitstellen verglichen mit 2242 vor einem Jahr.
 
Berichte über einen möglichen Stellenabbau bei Also gab es bereits Ende 2017; ein gutes Dutzend Angestellte in der Schweiz seien betroffen, so Medienberichte. Damals wollte das Unternehmen dies nicht bestätigen und auch keine konkreten Zahlen nennen, sprach aber auch hierzulande von "personellen Änderungen". Die Organisation laufend anzupassen, sei in der IT-Branche unumgänglich und Also fokussiere auf Zukunftsthemen wie Security, Cloud und Datacenter, sagte uns der damalige COO Harald Wojnowski. Die 2017 eingeleiteten "Aktivitäten zur Optimierung des Net Working Capitals erreichen nun ihre volle Kraft", heisst es im Halbjahresbericht. Einen Teil der Einsparungen habe Also in Neueinstellungen in Wachstumsbereiche investiert. (kjo)