Microsoft und Servicenow spannen stärker zusammen

Soeben haben der Software-Riese Microsoft und der Workflow-Durchstarter Servicenow mitgeteilt, dass sie ihre Kräfte noch mehr bündeln werden als bisher. Adressiert werden mit dem nun angekündigten Ausbau der Partnerschaft Unternehmen in stark regulierten Branchen und der öffentlichen Verwaltung, heisst es in der Mitteilung. Zudem werde Servicenow erstmals sein komplettes SaaS-Erlebnis nicht mehr nur auf der eigenen Cloud, sondern auch auf Azure anbieten.

Demnach verpflichten sich die Workflow-Spezialisten, die Azure-Cloud zwar nicht exklusiv, aber doch "bevorzugt" für bestimmte, stark regulierte Branchen zu nutzen. Servicenow profitiere dabei von Microsofts Wissen im Bereich Datenschutz, während umgekehrt denjenigen, die auf Azure-Government setzen, die Compliance-Berichterstattung von Servicenow zu Gute kommen soll. Microsoft verspricht im Gegenzug, die Workflow-Produkte des Partners bei sich im Konzern zu implementieren.
 
Bei Servicenow sieht man in der strategischen Partnerschaft mit Microsoft die Chance, die eigene Plattform noch besser zu nutzen und sie in die Technologie und Funktionen der Redmonder zu integrieren. Ziel sei, die digitale Transformation vorab der öffentlichen Hand zu beschleunigen.

Vorerst gilt das Angebot erst für die Azure-Regionen in Australien und für Azure-Government in den USA. Weitere Märkten sollen dereinst folgen, heisst es weiter.

Unter anderem 'ZDnet' weist darauf hin, dass Azure nicht die einzige Cloud-Plattform ist, mit der Servicenow verbunden ist. Im letzten Mai sei bereits eine strategische Partnerschaft mit der Google Cloud angekündigt worden. Dabei planen die Workflow-Experten, die Operations-Management-Services der Google Cloud nativ zu unterstützen und die Echtzeit-Sprachübersetzung von Google im eigenen Service-Management zu verwenden. Ausserdem bestehen laut dem Bericht schon Integrationsmöglichkeiten mit AWS von Amazon. (vri)