Zürich ist Innovations-Europameister… gefolgt vom Tessin

Die Zürcher Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh zeigt sich von stolz erfüllt: Erneut ist Zürich zur innovativsten Region Europas gewählt worden. Der 9. Regionale Innovationsanzeiger (RIS), den die Europäische Kommission alle zwei Jahre herausgibt, sieht Zürich auf Rang eins. Dies nachdem die Region bereits 2017 und 2011 zuoberst auf dem Siegertreppchen stand.
 
Die Schweiz erhält ohnehin gute Noten: Auf Rang zwei konnte sich das Tessin positionieren, noch vor Helsinki als erster EU-Destination. Auch weitere fünf Schweizer Regionen gehören laut Europäischer Kommission zu den Top Zehn. Einzig "Espace Mittelland" hat es "nur" auf Rang 17 geschafft, obwohl die Region um sechs Punkte zulegen konnte. Besonders stark verbessert haben sich das Tessin (plus 17,5 Punkte) und die Ostschweiz (plus 14,1), während die Nordwestschweiz (minus 9,0) aber auch Zürich (minus 6,5) Punkte abgeben mussten.
 
Zugleich stieg in 159 Regionen die Innovationsleistung, wie die Europäische Kommission mitteilt. Walker Späh zeigt sich dann auch besorgt: "Wir müssen unserem Wirtschaftsstandort Sorge tragen. Damit wir unsere gute internationale Positionierung auch in Zukunft sichern, müssen wir noch stärker auf Vernetzung setzen, wie dies der Innovationspark in Dübendorf zum Ziel hat." Denn der nationale und internationale Wettbewerb nehme zu und der Vorsprung von Zürich ab, so die FDP-Regierungsrätin in einer Mitteilung der Volkswirtschaftsdirektion.
 
Der Regionale Innovationsanzeiger vergleicht 238 Regionen in 23 EU-Ländern sowie in Norwegen, Serbien und in der Schweiz aufgrund von 17 Indikatoren. Jedes zweite Jahr wird dazu ein Bericht publiziert. Zu den Indikatoren gehören unter anderem Bildungsaspekte, F&E-Investitionen, Patentanmeldungen und die wissenschaftliche Reputation. (ts)