SSL-Verschlüsselung der Websites immer noch nicht Alltag bei Schweizer KMU

Glaubt man einer Auswertung von 18'000 Websites hiesiger KMU, betreiben 41 Prozent dieser Unternehmen ihre Webseiten noch immer unverschlüsselt. Publiziert wurden diese Zahlen von der deutschen PSW Group. Der Internet Security-Spezialist beruft sich dabei auf Angaben der Swisscom-Tochter Localsearch.

PSW hält fest, dass im benachbarten Deutschland bereits 86 Prozent der KMU ihre Netzwerkverbindungen durch die Verwendung von VPN schützen und ihre Web-Verbindungen durch den Einsatz von SSL absichern.

Um die Notwendigkeit der Verschlüsselung noch einmal zu betonen, zählt PSW einige Gründe auf. So riskiere, wer auf ein SSL-Zertifikat verzichte, dass weder die Identität seiner Webseite authentifiziert werde, noch die Daten verschlüsselt an Server übermittelt werden. In der Folge bestehe die Gefahr, dass unbefugte Dritte Daten von Website-Besuchern mitlesen, abhören oder manipulieren können.

Hinzukomme, dass Webseiten ohne SSL-Zertifikat mit einem schlechteren Suchmaschinenranking rechnen müssen. Denn bereits 2014 habe Google beschlossen, Sicherheit zum Ranking-Faktor zu machen. Die SSL-Verschlüsselung bei der Suchmaschinenoptimierung trage zu fünf Prozent an der Sichtbarkeit einer Website bei, schreibt PSW.

Wenig Vertrauen wecke zudem eine Webseite, bei deren Aufruf Sicherheitshinweise aufpoppen, die vor der Nutzung unverschlüsselter Webseiten warnen.
 
Schliesslich plädiert PSW noch für die Nutzung der SSL-Verschlüsselung respektive die Umstellung auf HTTPS mit dem Hinweis auf auf die Rechtslage. Denn sowohl das deutsche Telemediengesetz wie das seit einem Jahr gültige europäische DSGVO verlangen auch von Webseiten-Betreibern den Schutz sensibler Daten. (vri)