In der Ostschweiz sucht man händeringend nach Informatikern

In der Schweiz wurden im zweiten Quartal 2019 neun Prozent mehr Stellen ausgeschrieben als noch im Vorjahr. Dies zeigt der Adecco Swiss Job Market Index. Sämtliche Regionen haben zugelegt, besonders aber die Ostschweiz, wo ein Plus von 23 Prozent zu verzeichnen ist.
 
Stark zugenommen hat im östlichen Landesteil die Suche nach Informatikern: Satte 38 Prozent mehr Stellenausschreibung als im Vorjahresquartal wurden in den Kategorie Technik und Informatik – zu der etwa IT aber auch andere Ingenieuresberufe zählen – verzeichnet.
 
"Damit beobachten wir nun im Jahresvergleich das vierte Quartal in Folge einen Anstieg in dieser Berufsgruppe, nachdem die Nachfrage nach Berufsleuten der Technik und Informatik davor während gut einem Jahr auf einem etwas tieferen Niveau stagniert hatte", erklärt Anna von Ow vom Stellenmarkt-Monitor Schweiz in einer Mitteilung.
 
Schweizweit wurden dieses Quartal zehn Prozent mehr Informatiker (ohne weitere Technik-Berufe) gesucht als im Vorjahreszeitraum.
 
"Der Schweizer Stellenmarkt wächst weiterhin, allerdings vor allem in Berufsgruppen, die weniger von der Konjunktur abhängen wie beispielsweise Lehrpersonal und öffentliche Dienstleistungen", lässt sich Nicole Burth, CEO der Adecco Gruppe Schweiz, in einer Mitteilung zitieren. Die Zunahme betrug hier schweizweit ganze 26 Prozent. "Andere Berufsgruppen spüren die negativen Konjunkturprognosen bereits", so Burth weiter.
 
Sowohl der anhaltende Fachkräftemangel als auch die getrübten Konjunkturaussichten führten dazu, dass Unternehmen sich darum bemühen, gesuchte Talente zu finden und langfristig an sich zu binden, erklärt Marius Osterfeld, Ökonom beim Personalverleiher Swissstaffing.
 
In Zusammenarbeit mit dem Stellenmarkt-Monitor Schweiz (SMM) der Universität Zürich veröffentlicht Adecco viermal pro Jahr den Job Market Index. Er beruht auf repräsentativen Erhebungen der Stellenangebote auf Onlineportalen und Unternehmenswebsites. (ts)