ICTswitzerland will Nachbesserung des Bundesrats bei Cloud-Daten

Im März 2017 reichte ICTswitzerland-Präsident und Nationalrat Marcel Dobler einen Vorstoss im Parlament ein, der ein besseres Gesetz für den Umgang mit Cloud-Daten im Konkursfall eines Providers forderte. Der Bundesrat will das Anliegen nun im Rahmen der Revision des "Bundesrechts an Entwicklungen der Technik verteilter elektronischer Register" umsetzen.
 
Aus Sicht von ICTswitzerland greift der aktuelle Vorschlag zu kurz und lasse zentrale Fragen weiterhin offen. ICTswitzerland fordert deshalb die Anpassung des Vorschlags.
 
"Daten sind heutzutage für ein Unternehmen oft sogar viel wichtiger als körperliche Gegenstände – dies können Kundendateien sein oder die Buchhaltung. Bei Privatpersonen geht es zudem schnell auch um emotionale Werte. Nun stellen Sie sich vor, die Daten sind plötzliche wegen einer Konkurseröffnung verschlossen, da die Konkursverwaltung beim Server den Stecker zieht. Eine untragbare Situation für die Betroffenen", sagt Dobler in einer Mitteilung.
 
ICTswitzerland begrüsse, dass der Bundesrat das Problem erkannt hat und die Gesetzeslücke schliessen wolle. Im aktuellen Vorschlag werde jedoch ausschliesslich geregelt, dass die Daten eingesehen werden können. Damit würden die Fragen zur Herausgabe sowie zur anschliessenden Streichung aus der Konkursmasse weiter bestehen. Der Verband ICTswitzerland fordert deshalb eine Präzisierung des vorgeschlagenen Artikels, um für die Betroffenen Rechtssicherheit zu schaffen. (paz)