Swiss Steel setzt auf Storage von Huawei

Nein, Swiss Steel hat sich nicht für eine neue Storage-Lösung von US-Anbietern entschieden, sondern für einen chinesischen Hersteller. Der Stahlhersteller aus Emmenbrücke kauft eine auf All-Flash Storage basierende Lösung von Huawei.
 
Dies meldet Infoniqa, seit Jahren ein Schweizer Huawei-Partner. Das Storage-System habe nicht mehr den aktuellen Anforderungen von Swiss Steel entsprochen und sei neu aufgebaut worden.
 
Zu den Anforderungen hätten unter anderem eine ausbaubare, native All-Flash-Lösung gehört, Aktiv-Aktiv SAN-Funktionalität oder auch die unterbruchsfreie Umschaltung der Storage- und Serverdienste. Und natürlich sei beim Entscheid auch eine Preiskomponente wichtig gewesen. "Infoniqa war klar der Gewinner der Evaluation. Überzeugt haben uns das Preis-Leistungs-Verhältnis und vor allem die niedrigen laufenden Kosten. Positiv ist zudem, dass der Ausbau granular vor sich geht und – verglichen mit anderen Lösungen – verhältnismässig günstig ist", lässt sich Björn Gosswiler, Leiter Informatik & Prozess-Support von Swiss Steel, zitieren.
 
Bei allen Preis-Leistungs-Fragen, wie steht es um Huawei-Produkte im Schweizer Markt? Leiden der chinesische Hersteller und seine Schweizer Partner unter dem Handelskonflikt und Spionagevorwürfen? Werden kritische oder misstrauische Fragen gestellt? "Nein", sagt Infoniqa-CEO Roger Hegglin auf Anfrage. "Wir merken nichts, weder in der Anzahl noch in der Grösse unserer Projekte." Auch sehe er keine branchenspezifischen Vorbehalte gegen Huawei-Produkte.
 
Das gelte für den Storage-Bereich ebenso wie für den heikleren IP-Bereich mit Wlan, Switches, Routern und Core-Netzwerken: Im IP-Bereich explodiere die Nachfrage, so Hegglin, und damit meint er eine Explosion im positiven Sinne aus Infoniqa-Sicht. (mag)