Loewe stellt Betrieb ein

Der deutsche Fernseh- und Unterhaltungselektronikhersteller Loewe stellt seinen Betrieb kurzfristig per Ende Juni ein. Die Gläubiger waren nicht gewillt, ein weiteres Darlehen zu geben.
 
Den mehr als 400 Beschäftigten droht zum grössten Teil der Verlust ihrer Arbeitsplätze. "Wir haben den Mitarbeitern heute in der Betriebsversammlung mitgeteilt, dass sie zum 1. Juli freigestellt werden, bis auf eine Kernmannschaft, um den Investorenprozess voranzutreiben", sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Weiss gegenüber 'dpa'.
 
Der 1923 gegründete einstige Pionier der Fernsehtechnik kämpfte seit langem mit Problemen. Bereits 2013 kam es zu einer ersten Insolvenz. Danach wurden neue Investoren gefunden, zuletzt war Loewe im Besitz des Münchner Investors Stargate Capital. 2017 soll sich der Umsatz auf etwa 120 Millionen Euro betragen haben.
 
Nun hat sich die Lage dramatisch verschärft. Loewe leidet unter einem Umsatzrückgang von mehr als 20 Prozent und beantragte Anfang Mai 2019 beim Gericht ein Insolvenzverfahren in Eigenregie. Mittlerweile ist mit dem Bayreuther Anwalt Weiss ein regulärer Insolvenzverwalter eingesetzt. Die Geschäftsführung hoffe aber nach wie vor auf einen Investor, der das Unternehmen retten könnte. (paz)