Swissgrid bricht Hardware-Ausschreibung nach Beschwerde ab

Ende April 2019 schrieb Swissgrid, die Betreiberin des Schweizer Übertragungsnetzes, auf Simap die Beschaffung von "HP Client Hardware und Hersteller-Support" aus. Die Ausschreibung bezog sich auf Client-Geräte wie Notebooks, Workstationen und Thin Clients, die in den kommenden Jahren ersetzt werden sollen.
 
"Mit dem Entscheid, HP als strategischen Hersteller der Folgebeschaffungen zu berücksichtigen, wird der Investitionsschutz der sich bereits in Betrieb befindlichen Hardware sowie deren Kompatibilität mit den geplanten Ausbauten sichergestellt. Ein Systemwechsel ist für Swissgrid zu diesem Zeitpunkt nicht zu verantworten", hiess es auf Simap zum Auftrag.
 
Am 14. Juni erfolgte nun der Abbruch der Ausschreibung. "Grund für den Abbruch ist eine Beschwerde gegen die Publikation der Ausschreibung auf simap.ch, die sich auf die Frage bezieht, ob eine HP-produktspezifische Ausschreibung zulässig war", schreibt die Swissgrid-Medienstelle auf Anfrage von inside-it.ch.
 
Die nationale Netzgesellschaft Swissgrid habe deshalb beschlossen, "die Ausschreibung, insbesondere die technischen Spezifikationen, anzupassen. Es ist davon auszugehen, dass mit den geänderten Ausschreibungsbedingungen weitere Anbieter angesprochen werden. Somit liegt eine wesentliche Projektänderung vor und ein Abbruch des Ausschreibungsverfahrens war angezeigt."
 
Zum finanziellen Umfang der geplanten Beschaffung macht Swissgrid keine Angaben. Die Neuausschreibung soll voraussichtlich im vierten Quartal 2019 erfolgen. (paz)