Google will Ausnahme für Huawei-Sanktionen

Google strebt eine Erlaubnis der US-Regierung an, weiter mit dem chinesischen Huawei-Konzerns im Geschäft zu bleiben. Dabei gehe es vor allem darum, Huawei-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android versorgen zu dürfen, berichtet die 'Financial Times'.
 
Der Tech-Riese argumentiere, dass ein Ende der Zusammenarbeit schlecht für die Sicherheit der Nutzer wäre, heisst es unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Das Embargo der Regierung Trump untersagt die Verwendung von US-Technologie in neuen Produkten von Huawei. Der chinesische Konzern will deshalb ein eigenes Betriebssystem spätestens im nächsten Jahr zur Marktreife bringen.
 
Google warne nun US-Regierungsvertreter, dass das chinesische Betriebssystem mehr Software-Fehler als Android haben könnte – und damit leichtere Beute für Hacker wäre, so die 'Financial Times'. Deshalb setze sich der Internet-Konzern in Washington für eine längere Lockerung der Regeln oder eine komplette Ausnahme von dem Verbot ein.
 
Auf das US-Embargo reagiert hat Facebook. Huawei darf Apps von Facebook nicht mehr auf seinen Smartphones vorinstallieren. Diese gelte für alle neuen Geräte. Das sagte ein Facebook-Sprecher gegenüber 'Reuters'. Bisherige Huawei-Nutzer können aber weiterhin Apps wie WhatsApp, Instagram oder Facebook herunterladen und verwenden, und sie werden auch weiterhin Updates über den Play Store erhalten. (paz)