Linux Stiftung publiziert Wegweiser durch den Lizenz-Dschungel

Rund 70 Lizenzen listet die Open Source Initiative (OSI) auf. Und rechtliche Unsicherheiten bezüglich Lizenzen sind ein anerkanntes Problem bei Open Source (und nicht nur bei Oracle oder Adobe).
 
Dieses verschärft sich, wenn der Quellcode sich schneller und schneller entwickelt. Weil dies auch der Linux Foundation klar ist, will sie mit Tipps helfen, dass Firmen eine sichere und effiziente Compliance-Praxis aufbauen und einhalten können.
 
Damit dies gelingt, müsse man die Strategie, die Policy, die Tools und die eingesetzte Software im Griff haben, aber ebenso die Kommunikation und Ausbildung der Leute. Dies stellt das 32-seitige Dokument gleich einleitend klar.
 
Einige der Handlungsempfehlungen lauten dann: "Richten Sie ein Open Source Review Board ein" oder "etablieren Sie ein automatisiertes System zur Identifizierung von Open-Source-Software" und nicht zuletzt "fordern Sie die Softwarelieferanten auf, Open-Source-Lizenzen einzuhalten".
 
Diese und weitere Massnahmen werden dann kurz erläutert. "Recommended Open Source Compliance Practices for the Enterprise" heisst das Dokument, das kostenlos heruntergeladen werden kann (PDF).
 
Natürlich sind auf mageren 32 Seiten nicht alle Facetten des faszinierenden Lizenzwesens von Varianten wie GNU General Public License bis hin zu Berkley Software Distribution abgedeckt. Dafür kann man anschliessend ein 200-Seitiges PDF "Open Source Compliance in the Enterprise" herunterladen. Der Link ist in der Kurzfassung aufgeführt. (mag)