GIA setzt für Erneuerung seiner RZ ganz auf HPE

Der IT-Dienstleister erläutert die strategischen Gründe für die Investitionen über einen "tiefen zweistelligen Millionenbetrag".
 
GIA Informatik ersetzt die Infrastruktur seiner Rechenzentren und setzt dafür vollumfänglich auf HPE. Für die Grundkomponenten, die Serverinfrastruktur, den Storage, die Erweiterungen und die Backup-Systeme werde GIA "mehrere Millionen Franken" ausgeben, teilt der IT-Dienstleister mit. Das Projekt wurde im Herbst 2017 mit einer Evaluation begonnen und nun im März 2019 abgeschlossen.
 
Es handle sich um Investitionen in Höhe eines tiefen zweistelligen Millionen-Betrags, wie GIAs Marketing-Chef Silvan Wyser auf Anfrage von inside-channels.ch präzisiert. Das Geld floss in den Ersatz des bestehenden primären RZ in Oftringen sowie in einen RZ-Neubau in Luzern.
 
Warum setzt man beim IT-Dienstleister auf eigene RZ und bezieht die Leistungen nicht als Service von spezialisierten Partnern? "Unsere Kunden wollen das gesamte Angebot aus einem Guss", erklärt Wyser. Zudem sei mit weniger Partnern die Vertragssituation einfacher. Zwar würde es mutmasslich günstiger werden, wenn man die Kapazitäten von einem Spezialisten bezieht, aber zugleich werde es wohl auch riskanter, befürchtet der GIA-Manager.
 
Da ein Grossteil der Infrastruktur bereits während fünf Jahren in Betrieb gewesen ist, ersetzt GIA sie nun im Rahmen einer Lifecycle-Erneuerung. Die Erneuerung umfasst 54 Hosts auf denen rund 2000 virtuelle Server laufen. Die Datenmenge beträgt rund zwei Petabyte. Das Backup ist in den beiden Datencentern gespiegelt und beträgt insgesamt 5,5 Petabyte. Für das Storage kommen ausschliesslich SSDs zum Einsatz. Zur Anwendungsbereitstellung von virtuellen Rechen- und Speicherressourcen mit der softwaredefinierten Lösung HPE Synergy setze man auf eine "composable" Infrastruktur, schreibt GIA.
 
"Als Gesamtanbieter entschieden wir uns für HPE Schweiz, die bis anhin bereits die Serverlandschaft zur Verfügung stellte", lässt sich René Lüscher, Leiter IT-Solutions und GL-Mitglied, zitieren. Mit der Wahl eines einzigen Lieferanten für alle Komponenten, wolle man den Betrieb vereinfachen und weniger störungsanfällig machen. (ts)