Die Channel-Woche:

Diese fünf Topstories sorgten in der Kalender-Woche 22 für Diskussionsstoff im Schweizer Channel.
 
Zuger High-Tech-Firma fällt Spionen zum Opfer
Die Zuger Hightech-Firma Besi Switzerland wurde erfolgreich von China ausspioniert. Besi Switzerland ist eine Tochterfirma des Konzerns Besi aus Holland und vor allem spezialisiert auf "Die Bonding"-Anlagen für die Halbleiter-, Telekommunikations- und Smart-Card-Industrie. Die Betriebsspionage lief erfolgreich ab und die von Singapur aus operierenden Chinesen erbeuteten "mindestens 770" geheime Dokumente. Darunter zumeist Pläne zum Bau von Apparaturen und patentrechtlich geschützte Geschäfts- und Fabrikationsgeheimnisse.
 
"Abraxas-Ergebnis wesentlich schlechter als geplant"
Der Fusionsprozess Abraxas-VRSG gestaltet sich anspruchsvoller als erwartet. Die St.Galler Regierung antwortet auf einen Vorstoss von SP-Kantonsrat Peter Hartmann mit einer Einschätzung: Das Ergebnis der Abraxas Informatik AG sei "wesentlich schlechter als geplant" ausgefallen. Der Verwaltungsrat hat für 2019 ein ausgeglichenes Budget vorgegeben, was zur Folge hatte, dass im vergangenen Herbst rund zwei Dutzend Kündigungen ausgesprochen wurden. Die Regierung bestätigt auch, dass nach dem Zusammenschluss der beiden Firmen "gewisse Schwierigkeiten" bei der Lieferfähigkeit und Stabilität verschiedener Services, aber auch bei der internen Zusammenarbeit im Unternehmen zu Tage getreten seien. Abraxas habe die Organisationsstruktur deswegen überdacht und konsolidiert, wie es von Seiten des Unternehmens heisst.

Huawei will eigenes Betriebssystem im Juni lancieren
Nachdem Huawei wegen des Handelsstreits mit den USA der Zugriff auf US-Produkte wie Googles Android untersagt werden soll, will der chinesische Konzern sein eigenes Betriebssystem auf den Markt bringen. Huaweis selbst entwickeltes Betriebssystem – mit dem Codenamen HongMeng –, soll bei einem Google-Verbot Android ersetzen. Schon im Juni soll es auf den Markt kommen, hiess es in einem Bericht. Offenbar aber stimmt dies nicht. Huawei merkte an, dass die Lancierung des Betriebssystems Ende 2019 in China und 2020 in weiteren Ländern geplant sei.

Neuer Sanitas-CEO kommt von Salt und Google
Die Krankenkasse Sanitas wird künftig definitiv von Andreas Schönenberger geleitet. Der Verwaltungsrat hat ihn zum CEO gewählt. Schönenberger übernahm die Leitung Anfang Februar bereits interimistisch, nachdem der langjährige Chef Otto Bitterli Sanitas verlassen hatte. Schönenberger verfügt laut Sanitas über ideale Voraussetzungen, die Digitalisierungsstrategie des Krankenversicherers umzusetzen. Der neue Sanitas-Chef war zuletzt gut zwei Jahre lang CEO von Salt. Er trat 2016 die Nachfolge von Johann Andsjö an. Davor war Schönenberger mehrere Jahre lang für die Geschäfte von Google in der Schweiz verantwortlich.

Prantl behauptet: Erfahrung wird völlig überschätzt
Lösen blutige Laien Probleme besser? Soll man mit erfahrenen Leuten Neuland betreten? Kolumnist Urs Prantl geht den Fragen nach und schreibt, Erfahrung darf nicht mit Wissen, auf neudeutsch "Skills", verwechselt werden.
 
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