Weitere Firmen boykottieren Huawei

Der chinesischen Huawei-Konzern verliert durch die US-Sanktionen Zugang zu Technologie aus immer mehr Ländern. Nach dem britischen Chip-Hersteller ARM stoppte auch der japanische Elektronik-Konzern Panasonic die Lieferungen einiger Bauteile an Huawei.
 
Panasonic teilte mit, man müsse "Transaktionen mit Huawei" und 68 Tochterfirmen der Chinesen, die von den Sanktionen der US-Regierung betroffen sind, "suspendieren". Geprüft werde, welche Produkte im einzelnen unter die US-Sanktionen fallen könnten. Im vergangenen Jahr hatte Huawei Komponenten im Wert von rund sechs Milliarden Dollar von japanischen Unternehmen wie Panasonic erhalten.
 
In Grossbritannien hat neben dem Mobilfunkanbieter EE auch Vodafone den Verkauf von 5G-fähigen Huawei-Geräten gestoppt. In Japan sistierten NTT Docomo und Ymobile den Launch der Huawei P30 Serie. Auch die taiwanischen Anbieter Chunghwa Telecom und Taiwan Mobile wollen bis auf weiteres keine Smartphones von Huawei mehr vertreiben.
 
Ein ranghoher Huawei-Manager nannte das Vorgehen der USA einen "gefährlichen Präzedenzfall". Die Sanktionen stünden im Widerspruch zu den Werten der internationalen Geschäftswelt, sagte der stellvertretende Vorsitzende von Huawei, Hu Houkun, bei einer Konferenz in Potsdam. (paz/Keystone-sda)