Schweizer Top-Kader von Avaloq geht

Avaloq verliert ein Aushängeschild, eine Sprecherin bestätigt einen entsprechenden Bericht von 'Inside-Paradeplatz': "Tobias Unger hat sich entschieden, von seiner Position bei Avaloq zurückzutreten, um andere Karriere-Möglichkeiten zu verfolgen."
 
Unger trägt bei Avaloq laut seinem LinkedIn-Profil zwei Titel: Er ist CEO Avaloq Sourcing Schweiz und Liechtenstein und gleichzeitig Regional Manager Schweiz und Liechtenstein.
 
Ein genauerer Grund für die Trennung wird nicht genannt. Man habe Unger jedenfalls nicht den Titel als CEO weggenommen, wie der Finanzblog schreibt. Die Sprecherin betont, man trenne sich im Guten von Unger und per sofort freigestellt wurde er nicht: "Herr Unger hat sich dazu bereit erklärt, während der nächsten Monate seine Funktion weiterhin wahrzunehmen, um seine Verantwortungsbereiche zu übergeben und um einen geregelten Übergang sicherzustellen", so die Sprecherin.
 
Nun war Unger erst 2016 überhaupt zu Avaloq gestossen, und entsprechend darf man über die Gründe spekulieren: Möglicherweise war eine Manager-Rochade Anfang 2018 ein Auslöser. Dabei erhielt Unger zusätzliche Aufgaben und den Titel eines "Regional Manager" für den hiesigen Markt. Und dessen Aufgaben sind in der Praxis nicht "Strategie", "Führung" und "Vision", sondern vor allem "Sales".
 
Die Sprecherin widerspricht auch der Aussage von 'Inside-Paradeplatz', dass man mit Ungers Abgang Kosten senken wolle. "Es ist sicher keine Sparmassnahme", sagt sie. "Wir werden die Funktion auch wieder besetzen."
 
Oder ist es Ausdruck der Exit-Strategie von Warburg Pincus, dem Private-Equity-Aktionär von Avaloq? In einem unabhängig von Ungers Kündigung geführten Interview mit 'Finews' sagt Avaloq-CEO Jürg Hunziker: "Wir schmücken hier keine Braut. Wir wollen weiter daran arbeiten, etwas mit Substanz aufzubauen. Deshalb steht Avaloq auch nicht zum Verkauf." (mag)