Swisscom bringt Mainframe-Anwendungen in seine Enterprise-Cloud

Swisscom hat eine "kleine Weltpremiere" verkündet: Man habe Legacy-Mainframe-Anwendungen in eine Cloud migriert, ohne dass die Daten neu formatiert oder die Anwendungen rekompiliert werden mussten, heisst es vom Blauen Riesen.
 
Das Werk habe man zusammen mit dem Zürcher Softwarehaus LzLabs, das auf "Software Defined Mainframe" (SDM) spezialisiert ist, vollbracht. Es steuert vier Transformations-Module auf Basis von Open-Source-Lösungen bei.
 
Ab sofort bietet Swisscom das Re-Hosting von Mainframe-Anwendungen in der Swisscom Enterprise Service Cloud (auf x86-Servern) seinen Kunden. Das Versprechen: Gleiche Leistung und Stabilität wie vorher, aber flexibler, günstiger und moderner. Selbst spare man dank der Migration von eigenen geschäftskritischen Anwendungen (2500 MIPS) in die Swisscom Enterprise Service Cloud rund 60 Prozent der Mainframe- Betriebskosten, schreibt Swisscom.
 
Swisscom agiere beim neuen Angebot als Integrator und Operator und analysiere, plane und migriere die betreffenden Anwendungen. Für Inventarisierung, Analyse und Application Assessment rechnet der Blaue Riese rund acht Wochen. Daran schliesse eine neunmonatige Design- und Planphase an, nach der dann die Migration erfolge.
 
Zugleich kündigt Swisscom eine weitere Cloud-Neuheit an: Well-Architected-Review, einen kostenlosen Cloud-Architekturcheck. Man sei der erste rein schweizerische Anbieter, der diese Architektur-Review gemäss den Pfeilern von Amazon Web Services – dem Well-Architected Framework – anbiete.
 
Auch hier zählt man auf interne Kundschaft als Referenz: Der erste Kunde, die Swisscom Blockchain AG, betreibe dank der Review ihre Cloudlösung nun effektiver und mit weniger Ressourcen, heisst es vom Telco. (ts)