Nächster Knall bei Symantec: CEO per sofort zurückgetreten

Gleichzeitig mit rückläufigen Geschäftszahlen muss Symantec überraschend den Abgang von CEO Greg Clark melden. Sein Rücktritt auch aus dem Verwaltungsrat sei persönlichen Gründen geschuldet, lässt der Antiviren-Software-Hersteller verlauten. Clark hatte 2016 mit der Übernahme des Web-Security-Spezialisten Blue Coat den Chefsessel von Symantec übernommen.
 
Interimistisch wird nun Richard Hill in seine Fusstapfen treten, der seit Jahresbeginn im Verwaltungsrat des Antiviren-Spezialisten sitzt. Die CEO-Suche werde umgehend gestartet.
 
Ob mehr als Privates hinter Clarks Abgang steht, ist unklar. Allerdings sind die gestern ebenfalls vorgelegten Zahlen keineswegs rosig. So fiel der Umsatz im vierten Quartal mit knapp 1,19 Milliarden Dollar zwei Prozent geringer aus als im Vorjahr. Im Gesamtjahr sank er ebenfalls um zwei Prozent auf 4,73 Milliarden Dollar und blieb damit unter den Analysten-Erwartungen. Inzwischen ist das Enterprise-Geschäft hinter das Consumer-Business zurückgefallen.
 
Von der Nachrichtenagentur 'Reuters' befragte Analysten halten fest, dass es viele Fragen und kaum Antworten gebe. Den abrupten Abgang von Clark stufen sie als "Katastrophe von epischem Ausmass" ein. Unter anderem wird auf die Abgänge von Spitzenpersonal Ende letzten Jahres verwiesen. Zudem waren im vergangenen November Verkaufsgerüchte laut geworden, nachdem kurz zuvor schon ein Stellenabbau ankündigt worden war. (vri)