Nach Stagnation stellt Emineo fleissig Leute für Grossprojekte ein

Emineo hat 2018 rund 22 Millionen Franken umgesetzt und stagnierte damit auf Vorjahresniveau. Im Haus für IT-Beratung und Softwareentwicklung gibt man sich aber betont positiv für die Zukunft. Man rechne 2019 mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich, schreibt das Zürcher Unternehmen in einer Mitteilung.
 
Ende 2018 beschäftigte Emineo nach eigenen Angaben 82 Mitarbeiter. Im ersten Quartal 2019 seien nun bereits 14 neue Angestellte rekrutiert worden, um eine gute Ausgangslage für das angestrebte Wachstum zu schaffen. Dies sei auch auf eine Professionalisierung der Rekrutierung zurückzuführen, erklärt Emineos Kommunikations-Verantwortlicher Patrick Meister auf Anfrage. Er rechne damit, dass nun bis Mitte Jahr nochmals etwa gleich viele dazukommen.
 
Die Stagnation 2018 sei auf Investitionen im Zusammenhang mit Grossaufträgen zurückzuführen, betont Meister. So habe eben die Rekrutierung in diesem Umfeld Geld gekostet. Allerdings sind diese Projekte auch der Grund für den Optimismus, der bei Emineo herrscht. Denn unter diesen seien komplexe und wegweisende Software-Engineering-Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung, so das Unternehmen.
 
Eines dieser Projekte ist die Entwicklung einer Sozialhilfe-Software für Bern, Zürich und Basel Stadt, für die der Zuschlag von 36,5 Millionen Franken im Dezember 2017 erteilt wurde, bestätigt Meister. Erst eine Volksabstimmung in der Stadt Bern im September 2018 brachte dann aber Gewissheit, dass Emineo mit der Entwicklung beginnen kann.
 
Als zweiten Grossauftrag nennt Meister "SCHAMIS plus": Im Oktober erhielt das Unternehmen den vier Millionen Franken schweren Zuschlag vom VBS für die Entwicklung der Fachapplikation zur Schadensabwicklung.
 
Meister betont aber, dass nicht alle mittlerweile 95 Mitarbeiter in diesen Grossprojekten gebunden seien. So zählt das Unternehmen etwa auch weiterhin zu den Standardlieferanten für SAP-Dienstleistungen der Stadt Zürich. (ts)