Reorganisation von Media Markt Saturn jetzt offiziell

Die bereits vor einem Monat kolportierte Rosskur, die bei Media Markt Saturn ansteht, ist nun auch vom Mutterhaus Ceconomy konkretisiert worden. Das zuletzt arg gebeutelte Unternehmen hat nach eigenen Aussagen in einem ersten Schritt "ein umfassendes Effizienzprogramm" initiiert.
 
Konkret gehe es um die "Verschlankung der zentralen Funktionen, Reduzierung von Sach- und Personalkosten". Jährlich sollen so Einsparungen in Höhe von 110 bis 130 Millionen Euro ab dem Geschäftsjahr 2020/21 erreicht werden. Für das Programm veranschlagt man einmalige Kosten von 150 bis 170 Millionen Euro, die "in weniger als eineinhalb Jahren vollständig amortisiert" sein sollen. Wo wieviele Stelle konkret abgebaut werden, um Ceconomy "künftig insgesamt schlanker" aufzustellen, wurde nicht definiert.
 
Laut Ferran Reverter, CEO von Media Markt Saturn, basiert die Restrukturierung auf zwei Säulen. In einem Projekt seien die "Reorganisation der Zentral- und Verwaltungseinheiten der Holdinggesellschaften von Ceconomy, Media Markt Saturn und der deutschen Landesorganisation" gebündelt. Im Zuge der Umsetzung werde auch der Vorstand von Ceconomy verkleinert.
 
Die zweite Säule betreffe diverse Optionen der stärkeren strategischen Fokussierung: Dazu gehören die Liveshopping-Plattform iBood und die Beteiligung an der Re-Commerce Plattform Flip4New. Geplant sei zudem in Geschäftsfelder wie digitales Entertainment oder den Weiterverkauf gebrauchter Elektronik-Produkte zu investieren, wobei dafür Partnerschaftsmodelle genutzt werden sollen. Beendet werde hingegen das Geschäft der Retail Media Group zur Vermarktung von Kundendaten und eingestellt werde auch der Streaming-Dienst Juke. (vri)